Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 26-28185-01
Grunddaten
- Betreff:
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Grundwasseruntersuchungen im Bereich des ehemaligen Tanklagers Thune, Meinestr. 30
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 68 Fachbereich Umwelt
- Beteiligt:
- 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen
- Verantwortlich:
- Hanusch
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 322 Nördliche Schunter-/Okeraue
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zur Kenntnis
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27.01.2026
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Sachverhalt
Zur Anfrage der CDU/FDP-Gruppe im Stadtbezirksrat 322 nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:
Im Zusammenhang mit der Betriebsstilllegung des Tanklagers Thune wurden zwischen 2008 und 2011 umfangreiche Altlastenuntersuchungen durchgeführt. Im Ergebnis dieser Untersuchungen wurden an mehreren Stellen des Grundstückes Verunreinigungen des Grundwassers durch leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe (LHKW), BTEX-Aromaten, Methyl-tert-butylether (MTBE) und untergeordnete Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW) festgestellt. Die Untersuchungen hatten aufgezeigt, dass es in diesem Bereich nur wenig Grundwasser gibt. Es sammelt sich in einer schmalen Rinne unterhalb des Tanklagers und fließt über ein schmales „Fenster“ im Untergrund dem Mittellandkanal zu. Die Austräge waren sehr gering und es ließ sich keine Erfordernis für aktive Sanierungsmaßnahmen ableiten.
Zur Überwachung der Grundwasserverunreinigung erfolgten zwischen 2011 und 2017 Monitoringkampagnen im halb- bis zweijährigen Rhythmus. Aufgrund der anhaltend geringen und auch rückläufigen Schadstofffrachten wurde im Ergebnis der Beprobungskampagne 2017 ein fünfjähriger Rhythmus zur weiteren Überwachung der Grundwasserverunreinigung festgelegt. Entsprechend dieser Festsetzung wurde der nächste Monitoringbericht für das Jahr 2022 der Verwaltung im Januar 2023 vorgelegt.
Dies vorausgeschickt, beantwortet die Verwaltung die Fragen wie folgt:
- Das Grundwassermonitoring wird auch zukünftig im 5-Jahresrhythmus fortgesetzt. Die nächste Beprobung wird im Jahr 2027 stattfinden.
- Seit der Beprobungskampagne 2014 lässt sich für alle relevanten Schadstoffe ein Rückgang der Konzentrationen im Grundwasser feststellen, der sich am deutlichsten an den MTBE und den BTEX-Aromaten zeigt. Die rückgängigen Schadstoffbelastungen werden vom Gutachter auf im Untergrund stattfindende mikrobiologische Abbauprozesse zurückgeführt.
- Anhand der Daten aus den Monitorings ist auch weiterhin kein aktiver Handlungsbedarf zur Sanierung der Untergrundverunreinigung erkennbar.
