Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 26-28341

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Sachverhalt

Politik und Verwaltung haben sich in den vergangenen Jahren wiederholt mit dem Thema Schulschwimmen und Schwimmfähigkeit an Grundschulen befasst. Vor dem Hintergrund bereits vor der Pandemie bestehender Defizite wurde 2019 ein „Runder Tisch zur Verbesserung der Schwimmfähigkeit von Grundschulkindern“ eingerichtet, der bis 2024 bestand.

Die pandemiebedingten Schließungen von Schwimmbädern und der damit verbundene Ausfall von schulischem und außerschulischem Schwimmunterricht haben die Situation weiter verschärft. Eine von der Stadtverwaltung im Jahr 2022 durchgeführte Eltern- und Schulbefragung zeigte, dass lediglich rund 70 % der Grundschulkinder beim Verlassen der Grundschule als schwimmfähig eingeschätzt wurden. Als zentrale Engpässe benannten die Schulen bereits damals fehlende Wasserflächen sowie nicht ausreichend qualifiziertes Personal.

Durch die seit mehreren Jahren andauernde Schließung des Bades Gliesmarode haben sich die verfügbaren Wasserflächen für das Schulschwimmen weiter reduziert. Die Verwaltung versucht zwar, die weggefallenen Kapazitäten durch Ausweichlösungen an anderen Bäderstandorten zu kompensieren, faktisch findet das Schulschwimmen jedoch seitdem unter dauerhaft eingeschränkten Bedingungen statt.

Anfang Februar 2026 wurde bekannt, dass sich die Wiedereröffnung des Bades Gliesmarode erneut verzögert. Statt wie ursprünglich vorgesehen im Jahr 2028 ist nun vom Beginn des Jahres 2029 die Rede. Damit verlängert sich eine bereits angespannte Übergangsphase erheblich.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwieweit es unter den bestehenden Rahmenbedingungen gelingt, allen Grundschulkindern den im Bildungsauftrag vorgesehenen Schwimmunterricht zu ermöglichen und die Schwimmfähigkeit nachhaltig zu verbessern. Das gemeinsame Ziel sollte weiterhin sein, dass alle Kinder beim Verlassen der Grundschule sicher schwimmen können.

1. Wie viele der von den Grundschulen angemeldeten Schwimmstunden konnten seit der Schließung des Bades Gliesmarode tatsächlich realisiert werden (bitte differenziert nach Schuljahr, Klassenstufe und Schulstandort)?

2. Wie stellt sich aus Sicht der Verwaltung die Deckung der von den Grundschulen angemeldeten Bedarfe beim Schulschwimmen in der verlängerten Übergangsphase - bis zur nun angekündigten Wiedereröffnung des Bades Gliesmarode Anfang 2029 - dar, insbesondere im Hinblick auf Umfang, Verlässlichkeit und regionale Verteilung der zur Verfügung stehenden Wasserflächen?

3. Welche Auswirkungen hat der eingeschränkte Zugang zu Wasserflächen nach Einschätzung der Verwaltung auf die Schwimmfähigkeit der aktuellen Grundschuljahrgänge (insbesondere im Vergleich zu den Ergebnissen der Befragung von 2022)? 

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