Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 26-28345
Grunddaten
- Betreff:
-
Teilumgestaltung des Spielplatzes im Theaterpark
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 67 Fachbereich Stadtgrün
- Verantwortlich:
- Hanusch
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 130 Mitte
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Anhörung
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24.02.2026
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Erledigt
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Umwelt- und Grünflächenausschuss
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Entscheidung
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04.03.2026
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Sachverhalt
Der Spielplatz im Theaterpark ist ein relativ hoch frequentierter Spielplatz in zentraler Lage. Er liegt mitten in der historischen Parkanlage, die sich am östlichen Rand des Stadtzentrums und in direkter Nähe zum östlichen Okerflutgraben und dem Staatstheater befindet. Der gesamte Spielbereich umfasst ca. 1.200 m². Die Größe der umzugestaltenden Teilfläche, bestehend aus dem Sandbereich sowie der direkt anliegenden Wege- und Rasenfläche beträgt ca. 300 m².
Auf dem Spielplatz sind vor allem die Sand- und Kleinkindspielgeräte innerhalb des Sandspielbereiches in die Jahre gekommen. Die vorhandenen Spielgeräte weisen hinsichtlich ihres Erhaltungszustands erhebliche Defizite auf, so dass Reparaturen nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll darstellbar sind. Das zentrale Großspielgerät weist erhebliche Schäden (morsche Stellen) an den tragenden Holzbauteilen auf und wird kurzfristig zurückgebaut werden müssen.
Mit der Teilumgestaltung des Spielplatzes im Theaterpark soll die Aufenthaltsqualität verbessert, das vorhandene Spielangebot teilweise ersetzt und durch Spielwertverbessernde Maßnahmen der Spielplatz in seiner Gesamtheit aufgewertet werden. Dazu zählt vor allem der neue Buddelsandbereich, der das Spielangebot besonders für die Allerkleinsten ergänzt.
Als planerische Grundlage für die Neugestaltung dient die „Spiel- und Bewegungskonzeption Braunschweig“. Eine eigene Kinderbeteiligung wurde nicht durchgeführt, da es sich hier im Schwerpunkt nur um eine Ersatzmaßnahme für abgängige Geräte handelt und nicht um eine vollständige Neuplanung.
Geplante Gestaltung des Spielplatzes
Der Leitgedanke für die Umgestaltung des Spielbereiches ist die Darstellung eines „bespielbaren“ Orchesters. Die vorliegende Planung verfolgt somit die thematische Verknüpfung zwischen dem Spielplatz und dem in räumlicher Nähe befindlichen Staatstheater mit seinem Staatsorchester zu einem Theater- bzw. Musikspielplatz.
Die Grundstruktur des Spielplatzes und die Flächenaufteilung werden weitestgehend beibehalten. Als Gestaltungidee soll die neuen Spiellandschaft ein klassisches Orchester nachbilden. So wird z.B. das Piano als individuell gestaltete Sitzinsel dargestellt, die den vorhandenen Sitzbereich am nordwestlichen Ende des Spielplatzes ersetzt.
Individuell für die Stadt Braunschweig gestaltete Spielgeräte für diesen Platz, die bespielbare Musikinstrumente imitieren, wie z.B. Hüpfpfähle in der Form von Pauken, eine Balancierstrecke, die durch eine Trommel führt, Wackelbrücken die an Xylophone und Glockenspiele erinnern, Seilkletterelemente in Form von Harfen und Notenreihen sowie eine Rutschen-Spielkombination in Form eines überdimensionalen Kontrabasses, sollen zukünftig ein besonderes Erlebnis als kleine Hommage an das Orchester des Staatstheaters für die Nutzerinnen und Nutzer bieten.
An diesen Musikspielgeräten sollen sich vor allem jüngere Kinder bis 8 Jahren spielerisch und motorisch ausprobieren, sich beim Überwinden der verschiedenen Spieletappen gegenseitig anspornen und unterstützen und dadurch spielerisch ihre körperlichen Fertigkeiten weiterentwickeln und soziale Kompetenzen erlernen.
Die Elemente zum Klettern und Balancieren bieten den Kindern vielfältige Herausforderungen, die die Geschicklichkeit, den Gleichgewichtssinn und die Koordination fördern. Das Überwinden persönlicher Grenzen, beim Bespielen der zunehmend schwieriger werdenden Balancierpassagen und Erklimmen der unterschiedlich hohen Kletterstrukturen stärkt das Selbstwertgefühl der Kinder, und die verdiente Belohnung ist der kleine Extra-Kick auf der abschließenden Rutsche.
Zur Vervollständigung des Orchesters sowie des Spielangebotes wird in der vorhandenen Rasenfläche westlich des zukünftigen Spielbereiches, ein neuer ca. 30 m² großer Buddelsandbereich entstehen, in dessen Mitte ein Sandspielgerät platziert wird, welches einem Dirigentenpodest nachempfunden und mit einem Sandaufzug, einer Sandschütte und verschiedenen Sieben ausgestattet ist.
Der südliche Spielbereich einschließlich der Reifenschaukel, der vorwiegend für ältere Kinder ausgelegt ist, bleibt weitgehend unverändert erhalten. Hier wird lediglich durch das Entfernen der vorhandenen Strauchpflanzung und das Unterbrechen der Schwelleneinfassungen an den nördlichen neugestalteten Spielbereich angeschlossen, so dass eine große zusammenhängende Spielfläche entsteht.
Des Weiteren wird im Zuge der Umbaumaßnahme der derzeitig vorhandene Fallschutzsand auf allen Spielflächen gegen Holzhackschnitzel ausgetauscht. Hackschnitzel als Fallschutz kombinieren falldämpfende Eigenschaften mit inklusiver Berollbarkeit und bieten den Nutzerinnen und Nutzern darüber hinaus zusätzliche haptische Erfahrungen. Sie gewährleisten, im Gegensatz zu Sand, die Teilhabe körperbehinderter Kinder und mobilitätseingeschränkter Personen an Spiel und Aufenthalt.
Dem Behindertenbeirat lag die Entwurfsplanung vor.
Nach erfolgtem Beschluss durch den Umwelt- und Grünausschuss kann das Ausschreibungs- und Vergabeverfahren starten. In Abhängigkeit der vergaberechtlich vorgeschriebenen Fristen sowie der gegenwärtigen Lieferzeiten der geplanten Geräte kann mit einer Umsetzung der Maßnahme voraussichtlich im 3. Quartal 2026 gerechnet werden.
Die Kostenschätzung für die Umsetzung der Umplanung beträgt rund 165.000 € brutto. Haushaltsmittel stehen im Teilhaushalt des Fachbereiches Stadtgrün in ausreichender Höhe zur Verfügung.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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öffentlich
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3,7 MB
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