Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 26-28403

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Die winterliche Wetterlage mit starkem Schneefall und zeitweiligem Eisregen hat in den ersten sechs Wochen des Jahres 2026 zu erheblichen Gefahren im gesamten Stadtgebiet geführt. In den lokalen Medien und den sozialen Netzwerken häuften sich Berichte und Beschwerden von Bürger*innen über tagelang unzureichend geräumte Fuß- und Radwege, insbesondere an neuralgischen Punkten und auf städtischen Liegenschaften.

 

Während Hauptverkehrsstraßen in der Regel zügig befahrbar waren, stellten vereiste Gehwege und schneebedeckte Radwege ein massives Gesundheitsrisiko dar – insbesondere für ältere und körperlich eingeschränkte Menschen. Auch in Braunschweig dürfte es vor allem bei dieser Bevölkerungsgruppe zahlreiche Stürze und schwere Knochenbrüche gegeben haben, oftmals verbunden mit langen Klinikaufenthalten und anschließenden Rehamaßnahmen.

 

Gesundheit ist gerade im Alter ein hohes Gut – daher sollten wir als Stadtgesellschaft alles dafür tun, um vulnerable Mitmenschen vor vermeidbaren Einschränkungen und Problemen zu schützen. Darüber hinaus sind wir als Stadtgesellschaft in der Pflicht, allen Bürger*innen gesellschaftliche Teilhabe und vollständige Bewegungsfreiheit zu ermöglichen – unabhängig von der jeweiligen Wetterlage. Es kann nicht sein, dass Menschen, die auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, mehrere Tage oder Wochen kaum oder gar nicht auf die Straße, zum Einkaufen etc. können.

 

Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen:

 

1. Detaillierte Unfallstatistik und Schweregrad: Welche Erkenntnisse liegen der Verwaltung - inklusive dem Fachbereich Feuerwehr und dem Städtischen Klinikum - zu den witterungsbedingten Sturzunfällen im öffentlichen Raum in den ersten sechs Wochen des Jahres 2026 vor, insbesondere im Hinblick auf die Verletzungszahlen, die Verletzungszunahme, die Verletzungsarten (z. B. Frakturen der Extremitäten, Kopfverletzungen) und die Verletzungsschwere (z. B. einfache ambulante Versorgung vs. stationäre Aufnahme)? 

 

2. Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung: In welchem Maße beeinflussten diese witterungsbedingten Notfälle nach dem Kenntnisstand der Verwaltung die Kapazitätssteuerung des Städtischen Klinikums - auch im Sinne von spezifischen Maßnahmen (z. B. Personalnachforderungen, Operationsverschiebungen etc.), um die Versorgung sicherzustellen? 

 

3. Handlungsmöglichkeiten der Stadtverwaltung: Was kann die Verwaltung ihrer Einschätzung nach konkret tun, um die beschriebenen Gesundheitsgefährdungen und Mobilitätshindernisse durch Schnee und Eis für ältere und körperlich eingeschränkte Menschen deutlich zu reduzieren bzw. möglichst zu vermeiden? 

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Erläuterungen und Hinweise