Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 26-28590-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Zu der Anfrage der Fraktion Bündnis 90 - DIE GRÜNEN "Entwicklung Wärmeenergie Schulgebäude" vom 19.03.2026 nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

 

Zu 1:

Der Anstieg der Verbräuche in 2024 und 2025 ergibt sich insbesondere durch die vermehrte Nutzung der Sporthallen und Schwimmbäder in den Ferien.

Der erhöhte Wärmebedarf der Schulflächen ist in der Belegung durch die zunehmende Ganztagsbetreuung am Nachmittag begründet. Je nach Witterung müssen diese Flächen intensiver beheizt werden.

Dieser Effekt ist teilweise auch schon in den Jahren davor aufgetreten, wurde allerdings dort auch von den erwähnten globalen Effekten wie der Corona-Epidemie überlagert.

Zudem werden die Schulgebäude immer häufiger in den Ferien sowohl durch außerschulische Nutzungen (z.B. Volkshochschule, Jugendzentrum) als auch durch schulische Nutzung (Ganztagsbetreuung) belegt.

Diese Entwicklung weitet die Nutzungszeiten der Gebäude ganzjährig aus und führt zu einem insgesamt höheren Energiebedarf. Eine Absenkung der Heizleistung kann nicht mehr im bisherigen Umfang stattfinden.

 

Zu 2:

Städtische Gebäude verfügen über zentrale Heizungssteuerungen, welche die Heizkreise über Zeitprogramme steuern. In größeren Liegenschaften ist die zentrale Heizungssteuerung zudem auf die Gebäudeleittechnik aufgeschaltet und kann so zentral gesteuert werden. Zentrale Zeitprofile sind entsprechend in nahezu allen Liegenschaften umgesetzt und sorgen so dafür, dass an die Nutzungszeiten möglichst optimal angepasst geheizt wird. 

 

Die Stadtverwaltung sieht durchaus Potential auch darüber hinaus durch smarte Tools die Verbrauchszahlen weiter zu reduzieren. Es muss aber immer die für die Nutzung passende Methode ausgewählt werden. Interessant erscheinen smarte Thermostate mit Präsenzerkennung insbesondere dann, wenn die Nutzung nicht synchron ist - wie es zum Beispiel in Verwaltungsgebäuden oder Jugendzentren der Fall ist. Das Thema Fenster-Offen-Erkennung bringt zusätzliches Einsparpotential. Es bleibt allerdings zu erwähnen, dass insbesondere bei tiefen Außentemperaturen dauerhaft gekippte Fenster aufgrund der Frostschutzfunktion den Energieverbrauch reduzieren, aber nicht vermeiden. 

 

Zu 3:

Die Verwaltung testet aktuell in zwei Liegenschaften den Einsatz smarter Thermostate, kann aber noch kein abschließendes Resümee ziehen. Sobald die Auswertung vorliegt wird eine Empfehlung erfolgen, ob und wo eine erweiterter Einsatz sinnvoll im Sinne der Energieeinsparung umgesetzt werden sollte.

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Beschlüsse

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10.04.2026 - Schulausschuss - zur Kenntnis genommen

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