Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 26-28748

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Beschlussvorschlag

Die Vertreter der Stadt in der Gesellschafterversammlung

 

a)   der Stadtbad Braunschweig Sport und Freizeit GmbH werden angewiesen,

 

b)   der Braunschweig Beteiligungen GmbH werden angewiesen, die Geschäftsführung der Braunschweig Beteiligungen GmbH zu veranlassen, in der Gesellschafterversammlung der Stadtbad Braunschweig Sport und Freizeit GmbH

folgenden Beschluss zu fassen:

 

Der Jahresabschluss 2025 der Stadtbad Braunschweig Sport und Freizeit GmbH, der mit Erträgen aus Verlustübernahme in Höhe von 9.533.253,43 € einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 228,80 € ausweist, wird festgestellt. Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2025 in Höhe von 228,80 € wird in das Geschäftsjahr 2026 vorgetragen und mit der Gewinnrücklage verrechnet.

Reduzieren

Sachverhalt

Die Gesellschaftsanteile an der Stadtbad Braunschweig Sport und Freizeit GmbH (Stadtbad GmbH) werden in Höhe von 94,8954 % von der Braunschweig Beteiligungen GmbH (BSBG) und in Höhe von 5,1046 % von der Stadt Braunschweig gehalten.

 

Gemäß § 12 Abs. 1 Buchst. a) des Gesellschaftsvertrages der Stadtbad GmbH obliegt die Feststellung des Jahresabschlusses der Entscheidung durch die Gesellschafterversammlung der Stadtbad GmbH. Nach § 12 Ziffer 5 des Gesellschaftsvertrages der BSBG unterliegt die Stimmabgabe in der Gesellschafterversammlung der Stadtbad GmbH der Entscheidung durch die Gesellschafterversammlung der BSBG.

 

Um eine Stimmbindung der städtischen Vertreter in den Gesellschafterversammlungen der Stadtbad GmbH und der BSBG herbeizuführen, ist ein Anweisungsbeschluss erforderlich. Gemäß § 6 Ziffer 1 Buchstabe a) der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig in der aktuellen Fassung entscheidet hierüber der Ausschuss für Finanzen, Personal und Digitalisierung.

 

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss in seiner Sitzung am 8. April 2026 beraten und der Gesellschafterversammlung die Feststellung des Jahresabschlusses 2025 empfohlen.

 

Bei Gesamterträgen in Höhe von 5.633 T€ und Gesamtaufwendungen in Höhe von 15.166 T€ (inkl. Zinsaufwendungen und Steuern) erwirtschaftet die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025 einen Fehlbetrag in Höhe von 9.533 T€.

 

Der Fehlbetrag wird von den Gesellschafterinnen BSBG und Stadt entsprechend ihrem Beteiligungsverhältnis ausgeglichen. Folglich wird von der BSBG ein anteiliger Verlust in Höhe von 9.047 T€ übernommen, während auf die Stadt Braunschweig ein Verlustanteil in Höhe von 486 T€ entfällt.

 

Mit den Erträgen aus Verlustübernahmen von 9.533 T€, die von den Gesellschafterinnen geleistet wurden, verbleibt ein Jahresfehlbetrag von 228,80 €, welcher in das Geschäftsjahr 2026 vorgetragen wird und mit der Gewinnrücklage verrechnet wird.

 

Die Entwicklung der Aufwands- und Ertragspositionen im Vergleich zum Vorjahr und zum Plan ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht:

 

 

Im Einzelnen stellen sich die Abweichungen der Ertrags- und Aufwandspositionen im Vergleich zur Wirtschaftsplanung wie folgt dar:

 

Die Umsatzerlöse belaufen sich auf 5.246 T€ und fallen damit um 504 T€ besser aus als geplant. Dies ist im Wesentlichen auf die guten Besucherzahlen, vor allem in der Wasserwelt zurückzuführen ist. Die Erlöse in den Hallenbädern (+453 T€) liegt über den Vorjahreswert. Die Erlöse in den Sommerbädern (-4 T€) sowie die Erlöse aus Sauna und Wellness (-102 T€) sind gegenüber dem Vorjahr gesunken.

 

Im gesamten Jahr 2025 konnte die Gesellschaft 748.560 Besuchende verzeichnen. Dies stellt gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung der Besuchenden um 43.348 dar.

 

Sonstige betriebliche Erträge konnten in Höhe von 349 T€ erzielt werden. Diese beinhalten insbesondere die Ausbuchung von Gutscheinen aus Vorjahren (178 T€), sowie die Ausbuchung von nicht werthaltigen Verbindlichkeiten (57 T€).

 

Die Gesamterträge belaufen sich auf 5.633 T€ und fallen demnach rund 855 T€ höher aus als im Wirtschaftsplan prognostiziert.

 

Der Materialaufwand fällt gegenüber der Planung um 37 T€ geringer aus.

 

Der Personalaufwand verzeichnet gegenüber der Planung rund 702 T€ höhere Kosten. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen Tarifsteigerungen im TVÖD, welche höher angefallen sind, als in der Wirtschaftsplanung angenommen. Vor allem wirkte sich die deutliche Erhöhung der Schichtzulage negativ auf die Personalaufwendungen Stadtbad GmbH aus, da ein Großteil der Belegschaft im Schichtsystem arbeitet, um die Öffnungszeiten der städtischen Bäder zu gewährleisten. Zusätzlich ergab sich im Zuge der Schließung des Badezentrums Gliesmarode die Möglichkeit, das dortige Personal in den Betrieb der Stadtbad GmbH zu übernehmen. Angesichts des angespannten Arbeitsmarktes im Bereich der Fachangestellten für Bäderbetriebe stellte dies eine strategische Chance dar, bestehende personelle Vakanzen zu schließen.

 

Die Abschreibungen liegen um 65 T€ über dem Planwert. Dies ist durch das zeitliche Vorziehen von Investitionsmaßnahmen begründet. Einige Projekte wurden früher als geplant fertiggestellt und aktiviert, wodurch der Abschreibungsbeginn vorverlagert wurde.

 

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich eine Überschreitung des Planansatzes in Höhe von 16 T€.

 

Das Zins-/Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Planwert um 118 T€ verschlechtert. Dies resultiert aus einer unterjährig angefallenen Darlehensposition, welche in der Planung nicht vollumfänglich abgebildet wurde.

 

Steuern vom Einkommen und Ertrag sind nicht angefallen.

 

Die sonstigen Steuern in Höhe von 16 T€ enthalten die Grundsteuer (15 T€) und Kfz-Steuern (1 T€).

 

Das Gesamtergebnis beläuft sich auf -9.533 T€ und fällt gegenüber der Planung um 4 T€ schlechter aus.

 

Das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2025 beläuft sich auf 913 T€. Insbesondere wurde in die nachhaltige Modernisierung und Instandhaltung bestehender Infrastrukturen investiert.

Die Schwerpunkte lagen in einem Tribünenneubau im Sommerbad Raffteich, einer umfassenden Modernisierung einer Saunaanlage in der Wasserwelt, sowie die Installation von PV-Anlagen im BürgerBadePark und die Installation einer Retentionsanlage. Das Anlagevermögen der Gesellschaft hat sich unter Berücksichtigung der Anlagenzu- und -abgänge sowie den Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr (38.768 T€) um 1.432 T€ verringert und beträgt zum Bilanzstichtag 41.250 T€.

 

Die Prüfung des Jahresabschlusses 2025 durch die PKF Fasselt Partnerschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat zu keinen Einwendungen geführt. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde am 23. Februar 2026 erteilt.

 

Als Anlagen sind die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Lagebericht der Gesellschaft für das Jahr 2025 beigefügt.

 

Reduzieren

Anlagen

Loading...

Erläuterungen und Hinweise