Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 26-28750

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Die Vertreter der Stadt in der Gesellschafterversammlung

 

a)   der Braunschweiger Veranstaltungsstätten GmbH werden angewiesen,

 

b)   der Braunschweig Beteiligungen GmbH werden angewiesen, die Geschäftsführung der Braunschweig Beteiligungen GmbH zu veranlassen, in der Gesellschafterversammlung der Braunschweiger Veranstaltungsstätten GmbH

 

folgenden Beschluss zu fassen:

 

Der Jahresabschluss 2025 wird festgestellt. Er enthält einen Ertrag aus Verlustübernahme in Höhe von 6.112.059,52 € und weist einen Jahresüberschuss in Höhe von 0,00 € aus.

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Sachverhalt

Die Gesellschaftsanteile an der Braunschweiger Veranstaltungsstätten GmbH (BSVS) werden in Höhe von rd. 94,8077 % von der Braunschweig Beteiligungen GmbH (BSBG) und in Höhe von rd. 5,1923 % von der Stadt Braunschweig (Stadt) gehalten.

 

Der Jahresabschluss ist gemäß § 16 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages der BSVS von der Geschäftsführung aufzustellen. Die Feststellung des Jahresabschlusses obliegt gemäß § 14 Ziffer 1 des Gesellschaftsvertrages der Gesellschafterversammlung. Zuvor ist gemäß § 11 Abs. 5 Ziffer 1 des Gesellschaftsvertrages eine Beratung im Aufsichtsrat erforderlich.

 

Nach § 12 Ziffer 5 des Gesellschaftsvertrages der BSBG unterliegt die Stimmabgabe in der Gesellschafterversammlung der BSVS der Entscheidung durch die Gesellschafterversammlung der BSBG.

 

Um eine Stimmbindung der städtischen Vertreter in den Gesellschafterversammlungen der Stadthalle und der BSBG herbeizuführen, ist ein Anweisungsbeschluss erforderlich. Gemäß § 6 Ziffer 1 Buchstabe a) der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig in der aktuellen Fassung entscheidet hierüber der Ausschuss für Finanzen, Personal und Digitalisierung.

 

Der Aufsichtsrat der BSVS hat den Jahresabschluss 2025 in seiner Sitzung am 15. April 2026 beraten und der Gesellschafterversammlung die Feststellung empfohlen.

 

Bei Gesamterträgen in Höhe von 4.600 T€ und Gesamtaufwendungen in Höhe von 10.712 T€ (inkl. Zinsaufwendungen und Steuern) erwirtschaftet die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025 einen Fehlbetrag in Höhe von 6.112 T€.

 

Der Fehlbetrag wird gemäß § 17 des Gesellschaftsvertrages der BSVS von den Gesellschafterinnen BSBG und Stadt entsprechend ihrem Beteiligungsverhältnis ausgeglichen. Folglich wird von der BSBG ein anteiliger Verlust in Höhe von 5.795 T€ übernommen, während auf die Stadt Braunschweig ein Verlustanteil in Höhe von 317 T€ entfällt.

 

Die Entwicklung der Aufwands- und Ertragspositionen im Vergleich zum Vorjahr und zum Plan ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht:

 

 

Das Jahresergebnis setzt sich aus einem Zuschussbedarf für den Betriebsteil Stadthalle in Höhe von 2.950 T€, einem Zuschussbedarf für den Betriebsteil Volkswagen Halle in Höhe von 2.172 T€ sowie einem Zuschussbedarf für den Betriebsteil Eintracht-Stadion in Höhe von 990 T€ zusammen.

 

Die Abweichungen in den einzelnen Betriebsteilen gegenüber der Wirtschaftsplanung 2025 stellen sich wie folgt dar:

 

Betriebsteil

Plan-Ergebnis 2025

- in T€ -

Ist-Ergebnis 2025

- in T€ -

Differenz

- in T€ -

Stadthalle

-3.061

 

-2.950

 

+111

 

Volkswagen Halle

-2.593

 

-2.172

 

+421

 

Eintracht-Stadion

-1.201

 

-990

 

+211

 

Gesamt

-6.8555

 

-6.112

 

+743

 

 

Im Jahr 2025 wurden in Summe 206 Veranstaltungen mit insgesamt 747.825 Teilnehmenden durchgeführt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 61 Veranstaltungen weniger durchgeführt, jedoch 56.229 mehr Teilnehmende verzeichnet. Die höchste Besucherdichte ist mit 552.811 unter den Sportveranstaltungen zu verbuchen. Dies sind in diesem Segment alleine 50.481 mehr Besucher als im Vorjahr.

 

Die Umsatzerlöse belaufen sich auf 4.507 T€ und stellen eine Verbesserung gegenüber der Planung von 504 T€ dar. Im Jahr 2025 fanden im Betriebsteil Stadthalle keine Veranstaltungen statt. Die Erlöse von 5 T€ stellen sich lediglich aus den Zuzahlungen der Mitarbeiter für das Firmenfitnessprogramm Hansefit da. Die Umsatzerlöse für den Betriebsteil Volkswagen Halle belaufen sich auf 3.261 T€ und liegen mit 478 T€ über dem Plan. Die Verbesserung der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen aus höheren Gastronomieumsätzen im aktuellen Jahr, sowie Rückvergütungen für Bierumsätze aus den Jahren 2023 bis 2025. Zusätzlich sorgen neu abgeschlossene Logenverträge und leicht verbesserte Mieteinnahmen für die Planüberfüllung. Die Umsatzerlöse für den Betriebsteil Eintracht-Stadion belaufen sich auf 1.240 T€ und liegen aufgrund verringerter Auslastung unter dem Vorjahresniveau von 1.309 T€, jedoch mit 20 T€ leicht über dem Planansatz.

 

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 61 T€ und beinhalten im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen.

 

Im Materialaufwand werden die Veranstaltungskosten ausgewiesen. Diese fallen korrespondierend zum Anstieg der Umsatzerlöse mit 1.275 T€ um 61 T€ höher aus als geplant.

 

Die Personalaufwendungen liegen mit 3.157 T€ um 163 T€ unterhalb des Planwertes. Dies liegt an der Nichtbesetzung einer Planstelle im IT-Bereich sowie im Bereich Gebäudemanagement.

 

Die Abschreibungen belaufen sich auf 1.558 T€ und liegen damit rund 30 T€ über dem Planansatz.

 

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fallen mit 4.148 T€ um 49 T€ höher aus als geplant.

 

Das Zinsergebnis liegt mit -436 T€ rund 54 T€ unter dem Planansatz.

 

Steuern vom Einkommen und Ertrag sind nicht angefallen. Die sonstigen Steuern belaufen sich auf 139 T€ und betreffen Grundsteuern (138 T€) und Kfz-Steuern (1 T€).

 

Das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2024 beträgt 969 T€. Wesentliche Investitionen waren die Modernisierung der Medientechnik (272 T€) und die Umstellung des BOS in der Volkwagen Halle von analog auf digital (81 T€). Ebenso wurden in der Volkswagen Halle Teile der Küchenausstattung erneuert (74 T€), zwei Lichtpulte ersetzt (62 T€), die Arena mit WLAN ausgestattet (74 T€) und Digital Signage mit mehreren Bildschirmen eingesetzt (36 T€). Im Eintracht-Stadion musste das Videoüberwachungssystem erneuert werden (75 T€) und die Beschallung in der E20 Nord ausgetauscht werden (91 T€). Das Anlagevermögen der Gesellschaft beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 17.228 T€ und hat sich damit unter Berücksichtigung der Anlagenzu- und -abgänge sowie den Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr (17.817 T€) um 589 T€ verringert.

 

Die Prüfung durch die PKF Fasselt Partnerschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat zu keinen Einwendungen geführt. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde am 23. Februar 2026 erteilt.

 

Die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Lagebericht 2025 der BSVS sind als Anlagen beigefügt.

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Anlagen

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