Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 26-28639
Grunddaten
- Betreff:
-
Umwandlung von Grundschulen in Ganztagsschulen zum Schuljahr 2027/2028
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 40 Fachbereich Schule
- Beteiligt:
- 51 Fachbereich Kinder, Jugend und Familie; 65 Fachbereich Gebäudemanagement; DEZERNAT VI - Umwelt-, Stadtgrün- und Hochbaudezernat; 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen
- Verantwortlich:
- Dr. Rentzsch
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 310 Westliches Ringgebiet
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Anhörung
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19.05.2026
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●
Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 322 Nördliche Schunter-/Okeraue
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Anhörung
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19.05.2026
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●
Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 112 Wabe-Schunter-Beberbach
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Anhörung
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20.05.2026
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●
Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 111 Hondelage-Volkmarode
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Anhörung
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21.05.2026
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●
Geplant
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 212 Südstadt-Rautheim-Mascherode
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Anhörung
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26.05.2026
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●
Geplant
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 130 Mitte
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Anhörung
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27.05.2026
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●
Geplant
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 321 Lehndorf-Watenbüttel
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Anhörung
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27.05.2026
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●
Geplant
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 222 Südwest
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Anhörung
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28.05.2026
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Geplant
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Schulausschuss
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Vorberatung
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29.05.2026
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●
Bereit
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Verwaltungsausschuss
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Entscheidung
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Beschlussvorschlag
Die Stadt Braunschweig beantragt die Errichtung des Ganztagsbetriebs für die Grundschulen
- Broitzem
- Edith Stein
- Gliesmarode
- Hinter der Masch
- Hondelage
- Mascheroder Holz
- Veltenhof
- Völkenrode/Watenbüttel
mit Beginn des Schuljahres 2027/2028 gemäß § 23 Niedersächsisches Schulgesetz (NSchG).
Sachverhalt
1. Ausgangslage
Mit Beginn des Schuljahres 2027/2028 sollen die o. g. Grundschulen (GS) in den vorhandenen Räumlichkeiten in den Ganztagsbetrieb starten.
Vor dem Hintergrund des beginnenden jahrgangsweise aufsteigenden Rechtsanspruchs auf ganztägige Betreuung für Kinder im Grundschulalter ab dem Schuljahr 2026/2027 haben gemeinsame Gespräche zwischen den GS, die noch nicht im Ganztagsbetrieb arbeiten, dem Regionalen Landesamt für Schule und Bildung Braunschweig (RLSB BS) und der Verwaltung stattgefunden mit dem Ziel, den Ganztagsbetrieb bereits aufzunehmen, bevor bauliche Erweiterungen nach dem Standardraumprogramm (SRP) für Kooperative Ganztagsgrundschulen (DS 18-06621 bzw. DS 18-08742) realisiert sind. Dies entspricht auch dem politischen Antrag auf Intensivierung der Ganztagsschulentwicklung (DS 24-22784-02).
Die Beantragung beim RLSB BS soll gemäß dem Erlass „Die Arbeit in der Ganztagsschule“ des Niedersächsischen Kultusministerium vom 01.01.2026 zum 01.12.2026 erfolgen, so dass die Schulen bis November 2026 Zeit haben, ihr jeweiliges pädagogisches Ganztagsschulkonzept fertigzustellen und den Beschluss ihres Schulvorstandes einzuholen.
Die Beschlussfassung in den politischen Gremien soll zum jetzigen Zeitpunkt erfolgen, um Planungssicherheit vor allem im Hinblick auf die Organisation des Mittagessens an den acht GS zu gewährleisten.
Es ist geplant, die Ganztagsinfrastruktur nach dem SRP zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen.
2. Interimsmaßnahmen an den einzelnen GS
Um gute Interimslösungen für die Aufnahme des Ganztagsbetriebs ohne bauliche Erweiterungen zu ermöglichen, werden verschiedene kleinere Umbauten und zusätzliche Beschaffungen (z. B. Mobiliar und Kücheneinrichtungen) an den Schulen durchgeführt. Die finanziellen Auswirkungen werden voraussichtlich über vorhandene Haushaltsansätze abgedeckt.
Die Situation an den einzelnen Standorten stellt sich wie folgt dar:
GS Broitzem
Zum gemeinsamen Mittagessen ist die Nutzung von bis zu 3 nebenaneinander liegenden Gruppenräumen (davon ein Gruppenraum mit vorhandener Küchenzeile) im Erdgeschoss der Außenstelle vorgesehen, sodass mit jeweils von bis zu 85 Kindern pro Schicht gegessen werden kann. Ausgehend von den aktuellen 132 Betreuungsplätzen wären 2 Schichten ausreichend. Für die Organisation des Mittagessens muss die vorhandene Ausstattung ergänzt werden (Bain-Marie zum Warmhalten der Speisen, Geschirr, Mobiliar).
Die GS Broitzem gehört zu den Schulen, die nach dem Ratsbeschluss vom 14.07.2020 (DS 20-13696,-01) in Verbindung mit den VA-Beschlüssen vom 13.07.2021 (DS 21-16026,-01,-02) und vom 20.09.2022 (DS 22-19547) für das 2. Schulsanierungspaket in alternativer Beschaffung vorgesehen sind. Das Projekt umfasst die Sanierung, die Verbesserung der Barrierefreiheit sowie den Umbau und die Erweiterung des Schulgebäudes nach SRP am Kruckweg.
Die voraussichtliche Fertigstellung des Erweiterungsbaus und der Abschluss der Sanierungsarbeiten sind zum Schuljahr 2030/2031 vorgesehen. Ab diesem Zeitpunkt wird der Nebenstandort aufgegeben und der GS Broitzem werden alle notwendigen Raumressourcen gemäß dem SRP für den Ganztagsbetrieb am Hauptstandort Kruckweg zur Verfügung stehen.
GS Edith Stein
Die GS Edith Stein ist eine von zwei katholischen Bekenntnisschulen mit stadtweitem Schulbezirk. Aktuell wird die Schule mit 8 Klassen von 161 SuS besucht. Die Schule verfügt - mit Ausnahme einer kombinierten Sport-/Mehrzweckhalle - über gute Raumressourcen, inklusive einer Schülerbibliothek, eines Fachunterrichtsraum (FUR) Musik, eines FUR Werken und eines EDV-Raumes.
Seit 20 Jahren ist Till Eulenspiegel e.V. der Träger der Schulkindbetreuung mit aktuell 84 Plätzen (52,2 Prozent Versorgungsquote). Mit Beginn des Schuljahres 2026/27 werden 16 zusätzliche Plätze zur Verfügung stehen (62,1 Prozent Versorgungsquote, DS 26-28208).
Im Rahmen des Ganztagsbetriebes ist es geplant, das Mittagessen mithilfe eines vorhandenen Aufzugs warm anliefern zu lassen. Vier Räume im Erdgeschoss gehen in Doppelnutzung und werden für die Einnahme des Mittagessens in zwei Schichten ausgestattet (Mobiliar, Bain-Marie, Rollwagen). Der jetzige Werkraum soll eine Küchenzeile für die Essensausgabe erhalten. Die Werkraumausstattung zieht um in das Fachwerkhaus. Eine Akustiklösung zum Schallschutz für den Flur im Erdgeschoss wird geprüft. Ein Teil der Toilettenanlage auf dem Schulhof wird umgestaltet, um Stauraum für Ganztagsutensilien (z. B. Fahrzeuge und Spielzeug für den Schulhof) zu schaffen.
Bis 2021 erfolgten eine Brandschutzsanierung und eine bauliche Erweiterung (DS 17-05084). Der Anbau wurde damals so geplant, dass die Schule an ihrem Standort perspektivisch in einem weiteren Bauabschnitt zur Ganztagsschule gemäß SRP weiterentwickelt werden kann. Hierfür muss perspektivisch ein Raumprogramm (RP) erarbeitet werden und anschließend in die mittelfristige Investitionsplanung integriert werden.
GS Gliesmarode
Die GS Gliesmarode teilt sich das Schulgebäude bis zum Ende diese Schuljahres 2025/2026 noch mit dem Gymnasium Ricarda-Huch-Schule (RHS). Die RHS nutzt die Allgemeinen Unterrichtsräume (AUR) im EG, die GS die AUR im 1. OG. Aktuell wird die GS von 10 Klassen und 183 SuS besucht. Es stehen 104 Plätze im Rahmen der Schulkindbetreuung zur Verfügung (ca. 57 Prozent Versorgungsquote). Die Schule verfügt über 9 AUR, einen FUR Werken, einen FUR Informatik, eine kleine Bücherei und einen gemeinsam mit dem Gymnasium genutzten FUR Musik. Wegen steigender Schülerzahlen wurden im Schuljahr 2022/2023 auf dem Schulhof zwei zusätzliche Schulraumcontainer errichtet. Davon wird aktuell einer als AUR in Doppelnutzung mit der Schulkindbetreuung und der zweite von einer Gruppe der Schulkindbetreuung genutzt. Weitere Schulkindbetreuungsgruppen werden außerhalb des Schulgeländes im Schuki-Haus und auf dem Aktivspielplatz Gliesmarode betreut. Mittel- bis langfristig wird sich die GS zwei- bis dreizügig entwickeln.
Die RHS wird am Hauptstandort der Schule in der Mendelssohnstraße räumlich erweitert, so dass sie nach Fertigstellung des Erweiterungsgebäudes zum Schuljahr 2026/2027 aus dem Schulgebäude in der Paul-Jonas-Meier-Straße ausziehen wird, und das komplette Gebäude ab dem kommenden Schuljahr der GS Gliesmarode zur Verfügung stehen wird. Ganztagsinfrastruktur ist im Gebäude bisher nicht vorhanden. Es verfügt weder über eine Mensa noch über eine Küche. Die RHS wurde bisher über einen Mensacontainer mit Mittagessen versorgt. Dieser Container bleibt am Standort erhalten und soll ab dem Schuljahr 2027/2028 zunächst zur Mittagessenversorgung der GS mit Mittagessen dienen.
Die im Schulgebäude Paul-Jonas-Meier-Straße bestehenden räumlichen Kapazitäten sind für die Versorgung der Grundschulkinder ausreichend. Umbauten im Bestand sind zunächst nicht geplant. Alle bisher von der RHS genutzten Räume werden renoviert und erhalten - soweit erforderlich - neues Mobiliar. Für eine schrittweise Realisierung der Ganztagsinfrastruktur der Schule sind folgende Umnutzungen geplant: Der bisher als NTW-Raum mit Sammlung genutzte Bereich der RHS wird zu einem Musikraum mit Sammlung für die GS. In einem der AURs im Erdgeschoss wird eine Küchenzeile installiert. Der aktuelle FUR Musik soll zum Passivraum werden und die viel zu kleine Bücherei aufnehmen. Ein Raum soll zu einem Aktivraum umgestaltet werden. In den kommenden Monaten wird es dazu weitere Abstimmungen mit der Schule geben. Die Ausstattung wird nach und nach den Bedarfen der Schule angepasst, so dass in der GS auch bei einer 3-Zügigkeit die Ganztagsinfrastruktur im Gebäude Platz findet. Eine bauliche Erweiterung ist nicht erforderlich.
GS Hinter der Masch
Die GS Hinter der Masch ist die zweite katholische Bekenntnisgrundschule mit stadtweitem Schulbezirk und wird aktuell von 125 SuS in 6 Klassen besucht. 2 Klassen (3. und 4 Jahrgang) sind bis zum Ende des Schuljahres in der Außenstelle St. Josef untergebracht. Die ab 2026/2027 verbleibende Klasse wird dann am Hauptstandort beschult und die Außenstelle aufgegeben. Um die zusätzliche Klasse räumlich versorgen zu können, wird im Schuljahr 2026/2027 ein FUR übergangsweise als AUR genutzt werden. Das ist nur für ein Schuljahr erforderlich. Ab dem Schuljahr 2027/2028 werden sich wieder vier Klassen in der Schule befinden und der FUR wieder zur Verfügung stehen. Dieser Raum soll dann auch in Doppelnutzung für den Ganztag gehen.
Die „Maschkids“ des Bundes der katholischen Jugend (BDKJ) stellen derzeit das Schulkindbetreuungsangebot mit einer Versorgungsquote von 83 Prozent (72 Plätze) sicher. Im Rahmen des Ganztagsbetriebes ist geplant, die vorhandene Aula und einen weiteren Unterrichtsraum für die Einnahme des Mittagessens zu nutzen. Das Mittagessen soll warm angeliefert werden. Eine langfristige Lösung mit dem Ziel, zusätzliche Ganztagsressourcen für den Schulstandort zur Verfügung zu stellen, wird aktuell geprüft.
GS Hondelage
Die GS Hondelage wird aktuell von 9 Klassen und 179 SuS besucht. Es stehen 112 Plätze im Rahmen der Schulkindbetreuung zur Verfügung (63 Prozent Versorgungsquote). Die Schule ist ausgestattet mit 8 AUR, je einem FUR Werken, Informatik und Musik (zurzeit als Klassenraum genutzt) sowie einer Bibliothek und einer Lernwerkstatt in AUR-Größe. 4 der AUR werden bereits in Doppelnutzung auch im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung genutzt, 1 weiterer AUR und der Förderraum auch für die Schulkindbetreuung. Weitere 4 Betreuungsgruppen sind in 2 Raumcontainern sowie im Gemeindehaus und im Jugendzentrum untergebracht.
Die beiden vorhandenen Betreuungscontainer werden mit der Einführung des Ganztagsbetriebes zunächst für die Einnahme des Mittagessens genutzt. Um ein möglichst vielfältiges Ganztagsangebot sicherstellen zu können, werden viele der vorhandenen Unterrichtsräume dann ganztägig genutzt und erhalten dafür eine entsprechende Ausstattung. Vorgesehen sind u. a. der Einbau von 3 oder 4 Küchenzeilen, die Ausstattung mit flexiblem Mobiliar und Einbauschränken für Ganztagsmaterial, die Schaffung eines Besprechungsraums, das Aufstellen eines Überseecontainers als Lagermöglichkeit sowie die Ergänzung der Ausstattung für die Interimsmensa.
Mit der geplanten baulichen Erweiterung der Schule mit einem Modul, das eine Mensa, inklusive Küche und Nebenräume sowie Betreuungsräume vorsieht, entsteht die benötigte Ganztagsinfrastruktur (DS 23-22665). Die Nutzung dieses Erweiterungsbaus ist zum Schuljahresbeginn 2030/2031 geplant. In Vorbereitung der Baumaßnahme muss die vorhandene Schulraumcontaineranlage aus dem geplanten Baufeld entfernt werden. Ab diesem Zeitpunkt erfolgt die Einnahme des Mittagessens bis zur Fertigstellung des Erweiterungsbaus in den vorhandenen Klassenräumen.
Mascheroder Holz
Die GS Mascheroder Holz ist eine 2-3-zügige GS mit insgesamt 10 Klassen und 202 SuS. Im Rahmen der Schulkindbetreuung werden aktuell 120 Kinder betreut. Die Versorgungsquote liegt bei 59 Prozent. Die Schule ist ausgestattet mit 8 AUR sowie je einem FUR Werken, Musik und Informatik. 2 weitere AUR befinden sich in Schulraumcontainern auf dem Schulgelände. Ein dritter Raumcontainer wird für die Schulkindbetreuung genutzt, ebenso wie Räume im UG sowie im 2. OG des Schulgebäudes.
Mit dem Start in den Ganztagsbetrieb wird die Mittagesseneinnahme zunächst in den bisherigen 4 eingerichteten Räumen der Schulkindbetreuung im Obergeschoss des Schulgebäudes erfolgen. Für den Mensabetrieb sind noch Bain-Maries zur Ausgabe zu ergänzen sowie die Spülmaschinen ggf. auszutauschen. Viele der vorhandenen Räume im Schulgebäude sowie die auf dem Schulgelände stehenden Raumcontainer gehen in Doppelnutzung.
Auch an der GS Mascheroder Holz entsteht in einem Erweiterungsbau, der ebenfalls in Modulbauweise ausgeführt wird, eine Mensa sowie drei Klassenräume (DS 23-22665). Da die GS nur Ressourcen für eine 2-Zügigkeit hat, sich aber bereits seit einigen Jahren zu einer 2-3-zügigen GS entwickelt hat, soll der Erweiterungsbau auch Klassenräume enthalten. Mit den 3 neuen Klassenräumen kann insgesamt ein Raumkonzept für die Schule umgesetzt werden, das pädagogisch eine gute Lösung bietet: So können die im Schulgebäude bereits vorhandenen hochwertigen Gruppen- bzw. Betreuungsräume erhalten bleiben und Umbauten im Altbestand werden vermieden. Die bisher für Unterricht und Betreuung genutzten Raumcontainer werden nach Fertigstellung des Moduls entfernt. Mit einer Fertigstellung des Erweiterungsbaus kann voraussichtlich zum Schuljahr 2029/2030 gerechnet werden.
GS Veltenhof
100 SuS in 6 Klassen besuchen die GS Veltenhof. In enger Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Teeny-Klub (KTK, städtischer Träger) erhalten Kinder ein Betreuungsangebot. Die Versorgungsquote liegt bei 52 Prozent. Die Schule verfügt über ein gutes Raumangebot: neben 6 AUR gibt es eine Lernwerkstatt, eine Textilwerkstatt und eine Bibliothek (jeweils in AUR-Größe) sowie je einen FUR Werken, Musik und Informatik.
Für den Start in den Ganztag und die erwartete höhere Zahl an Kindern, die am Mittagessen teilnehmen, ist in Abstimmung mit der Schule und dem Kooperationspartner vorgesehen, die Mittagesseneinnahme in den vorhandenen Musikraum (mit Nebenraum) im Erdgeschoss des Schulgebäudes zu verlagern. Der Musikraum zieht vorübergehend in einen der vorhandenen Räume. Eine Festlegung, welche Raumressource in der Interimszeit als Musikraum genutzt werden kann, wird zu einem späteren Zeitpunkt getroffen, wenn feststeht, ob die Schule eine zusätzliche Klasse zum Schuljahr 2026/2027 bilden wird.
Für die Nutzung des Musikraumes als Mensa ist eine Mensabestuhlung erforderlich sowie eine Ausstattung für die Ausgabe des Mittagessens. In den Räumen des KTK wird ein vielfältiges Angebot zur Betreuung angeboten, die Unterrichtsräume sollen vor allem für Angebote der Hausaufgabenbetreuung und AGs genutzt werden.
Auch an der GS Veltenhof ist eine Erweiterung der Schule in Modulbauweise um eine Mensa und Betreuungsräume geplant (DS 23-22665). Mit einer Fertigstellung ist voraussichtlich zum Schuljahr 2030/2031 zu rechnen.
GS Völkenrode/Watenbüttel
Die GS Völkenrode/Watenbüttel ist eine 2-zügige GS, die über 2 Standorte verfügt. Der Standort Völkenrode wird aktuell von 82 SuS in 4 Klassen besucht. Es gibt ein Schulkindbetreuungsangebot der Ev.-luth. Kirchengemeinde Völkenrode/ Watenbüttel mit einer Versorgungsquote von 46 Prozent. Am Standort Watenbüttel werden 86 SuS in 4 Klassen beschult. Auch dort gibt es ein Schulkindbetreuungsangebot des gleichen Trägers mit einer Versorgungsquote von 59 Prozent.
Beide Standorte sind ehemalige Dorfschulen und verfügen über ein eingeschränktes Angebot an Räumen. Bereits jetzt ist es nicht möglich, alle Kinder im Rahmen der Schulkindbetreuung in Völkenrode angemessen zu versorgen. 20 Kinder werden täglich für das Mittagessen und die Schulkindbetreuung nach Watenbüttel befördert.
Aufgrund etwas geburtenstärkerer künftiger Einschulungsjahrgänge wird sich die GS Völkenrode/Watenbüttel wahrscheinlich vorübergehend zu einer 2,5-zügigen GS entwickeln. Die zusätzlich benötigten 2 AUR werden ab dem Schuljahr 2026/2027 mit 2 Schulraumcontainern bereitgestellt.
Aktuell werden für den Standort Völkenrode verschiedene Optionen geprüft, die es der Schule ermöglichen, in den vorzeitigen Ganztag zu gehen. Zum einen besteht die Möglichkeit, durch die Zusammenlegung des Musikraums mit dem Werk- bzw. Kunstraum sowie einen Differenzierungsraum zwei Räume für die Einnahme des Mittagessens im Erdgeschoss freizuziehen. Damit erhielte die Schule zwei benachbarte Räume für die Einnahme des Mittagessens und es könnte in der angrenzenden vorhandenen Küche eine kleine Ausgabeküche (Warmanlieferung) eingerichtet werden. Eine zweite Option wäre die Anmietung eines Raumes auf einem benachbarten Gewerbegrundstück. Beide Möglichkeiten werden im Hinblick auf eine pädagogisch geeignete und zugleich wirtschaftliche Lösung derzeit geprüft.
In Watenbüttel ist die Anmietung des in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen Gemeindehauses geplant. Dort kann eine Interims-Mensa in einem Teil des Gemeindesaals eingerichtet werden. Die bestehenden Angebote der Ev. -luth. Kirchengemeinde Völkenrode/Watenbüttel können weiterhin ohne Einschränkungen stattfinden. Für das Ganztagsangebot werden die am Standort bereits vorhandenen Betreuungsräume genutzt, deren Ausstattung ggf. ergänzt werden kann.
Um der Schule langfristig eine Ganztagsinfrastruktur nach SRP zur Verfügung stellen zu können, wurden bereits unterschiedliche Modelle baufachlich geprüft. Es zeichnet sich eine Lösung ab, bei der die Schul-Standorte zusammengelegt und sowohl der Schul-Standort als auch der benachbarte Kita-Standort modernisiert und entwickelt werden könnten. Näheres dazu ist der Mitteilung „Perspektive für die bauliche Erweiterung der Ganztagsinfrastruktur der GS Völkenrode/Watenbüttel“ (DS 26-28900) zu entnehmen.
3. Perspektive
Im aktuellen Schuljahr 2025/2026 arbeiten 25 von 39 GS bzw. Grundschulzweige im Ganztagsbetrieb. Zum Schuljahr 2026/2027 werden die GS Lindenberg und Wenden den Ganztagsbetrieb aufnehmen (DS 25-26666 und DS 25-26633)
Mit der vorliegenden Beschlussvorlage sollen 8 weitere GS in den Ganztagsbetrieb starten. Darüber hinaus ist geplant, dass die GS Schunteraue nach Fertigstellung des Mensa-Neubaus ebenfalls zum Schuljahr 2027/2028 Kooperative Ganztagsgrundschule werden wird, so dass dann insgesamt 36 von 39 GS im Ganztagsbetrieb arbeiten würden.
Der Beschluss würde die Stadt Braunschweig dem Ziel, alle GS in Ganztagsgrundschulen umzuwandeln, einen großen Schritt näherbringen. Zudem gelänge es auf diesem Weg, gemeinsam mit den Schulen dem größten Teil der Braunschweiger Familien ein vergleichbares Angebot bei der Ganztagsbetreuung zur Verfügung zu stellen, die Förderung der Kinder zu intensivieren und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auszubauen.
