Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 26-28911-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Wolf in unserem Bezirk? - Transparenz zum Schutz der Bevölkerung!
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 68 Fachbereich Umwelt
- Beteiligt:
- DEZERNAT VI - Umwelt-, Stadtgrün- und Hochbaudezernat; 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen
- Verantwortlich:
- Hanusch
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 322 Nördliche Schunter-/Okeraue
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zur Kenntnis
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19.05.2026
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Sachverhalt
Die Anfrage der CDU/FDP-Gruppe vom 6. Mai 2026 wird wie folgt beantwortet:
Der Wolf ist seit 2006 zurück in Niedersachsen und auch im Stadtgebiet von Braunschweig werden mehr oder weniger regelmäßig Wölfe gemeldet. Es handelt sich dabei i. d. R. um Sichtungen und Wildtierrisse, die im Rahmen des Wolfsmonitorings von den zuständigen Wolfsberaterinnen aufgenommen und an die Landesjägerschaft Niedersachsen weitergegeben werden.
Im Falle des Wildschweinrisses im Bereich Kralenriede wurde mittels DNA-Analyse der Wolf als Verursacher ausgeschlossen.
Zu 1:
Auf Anfrage teilt das zuständige Wolfsbüro Niedersachsen mit, dass aus dem Stadtbezirk Nördliche Schunter-/Okeraue seit Mai 2021 bis heute drei C3-Sichtungen vorliegen. Bei C3-Sichtungen handelt es sich um Meldungen, die mangels Aussagekraft nicht als Nachweis für Wölfe dienen können, als Hinweise auf mögliche Wolfsvorkommen jedoch ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Monitorings sind (z.B. Sichtungen, einzelne Trittsiegel).
Die Meldungen liegen wie folgt vor:
29.11.2021: 1 Tier, Harxbütteler Str. zwischen Thune und Harxbüttel
21.01.2022: 1 Tier, Wenden, Heideblick nahe MLK
12.12.2025: 1 Tier, Wiesental südlich von Veltenhof
Zu 2:
Kenntnisse über Zwischenfälle in Form von Nutztierschäden und/oder Begegnungen im Siedlungsbereich liegen weder dem Wolfsbüro noch der Verwaltung vor.
Alle dokumentierten Nutztierschäden in Niedersachsen können in der Umweltkarte Niedersachsen eingesehen werden: https://www.umweltkarten-niedersachsen.de/Umweltkarten/?lang=de&topic=Natur&bgLayer=TopographieGrau
Zu 3:
Wölfe meiden grundsätzlich den Menschen, wobei junge Wölfe neugieriger sein können als ausgewachsene Tiere. Autos und Häuser lösen hingegen kein Meideverhalten aus, da sie nicht direkt mit dem Menschen in Verbindung gebracht werden. Wölfe akzeptieren demnach den Siedlungsbereich als Bestandteil ihres natürlichen Lebensraumes. Es kann daher vorkommen, dass Wölfe sich in unmittelbarer Nähe zum Siedlungsbereich aufhalten, Maßnahmen dies zu verhindern bestehen nicht.
Für alle Fragen hinsichtlich des Wolfes (u. a. Wolfsmonitoring, Herdenschutz) sowie für Meldungen von Spuren und Sichtungen hat das Land Niedersachsen das Wolfsbüro eingerichtet:
https://www.nlwkn.niedersachsen.de/wolfsburo/das-wolfsburo-im-nlwkn-134954.html
Auf der Internetseite des Wolfsbüros finden sich u. a. Hinweise für BürgerInnen (mehrsprachig) zum Verhalten bei Begegnungen mit dem Wolf (Beispiel siehe Anlage). Weithin stehen die zuständigen Wolfsberaterinnen der Stadt Braunschweig für Informationen sowie Bildungsangebote in u. a. Schulen zur Verfügung. Der Kontakt ist der Internetseite der Stadt Braunschweig zu entnehmen:
https://www.braunschweig.de/leben/umwelt/natur/artenschutz/tiere/saeugetiere/wolf.php
Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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649,3 kB
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