Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung - 26-28335-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Umfeld Begrünung Ferdinandbrücke
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr
- Beteiligt:
- 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen; 0600 Baureferat; 67 Fachbereich Stadtgrün
- Verantwortlich:
- Leppa
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Bereit
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 310 Westliches Ringgebiet
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zur Kenntnis
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19.05.2026
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Sachverhalt
Beschluss des Stadtbezirksrats 310 vom 17.02.2026 (Anregung gem. § 94 Abs. 3 NKomVG):
"Hiermit bitten wir die Verwaltung, Vorschläge zur Einrichtung von Pflanzinseln/Pflanzkübeln jeweils mit Sitzgelegenheiten - mit Blick zur Oker - außerhalb der eigentlichen „Brückentraglast“ Ferdinandbrücke zu machen. Diese wünschen wir uns Ecke Cammanstraße / Sophienstraße im südwestlichen Teil (Zuständigkeit des Stadtbezirksrates 310) sowie Ferdinandbrücke Bereich Ferdinandstraße ebenfalls süd- westlicher Teil (Zuständigkeit des Stadtbezirksrates 130).
Die beiden Stadtbezirksräte entscheiden über die Kostenübernahme im Rahmen ihrer jeweiligen Budgets."
Stellungnahme der Verwaltung:
Im westlich angrenzenden Bereich der Brücke (westliche Straßenseite der Sophienstraße Ecke Cammannstraße) wird eine zusätzliche Pflanzscheibe mit einem Baum und Bodendeckern analog des Bestandes in dem Straßenzug hergestellt. Weiterhin ist geplant, südlich der Brücke am nördlichen Ende des Oker begleitenden Weges eine Bank mit Blick auf Oker und Ferdinandbrücke aufzustellen. Diese beiden Elemente waren Bestandteil der Beschlussvorlage 25-26440 „Umfeldgestaltung Ferdinandbrücke“. Der Umsetzung wurde am 10.10.2025 im Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Auftragsvergaben zugestimmt.
Da es sich bei der Fläche für die Bank um eine private Fläche einer Eigentümergemeinschaft handelt, gestaltet sich die Abstimmung zur Nutzungsüberlassung aufwendig. Die Verwaltung verfolgt das Verfahren jedoch aktiv und mit Nachdruck weiter.
Am 27.11.2025 fand eine Ortsbegehung statt, an der Vertreter beider Stadtbezirksräte sowie Vertreter der Verwaltung teilnahmen. Der oben genannte Beschluss wurde von den Beteiligten erneut als sinnvoll bewertet.
Ferner wurde von der Verwaltung zugesagt, dass auf der östlichen Seite der Brücke in der Ferdinandstraße bis zur Einmündung Wilhelmitorwall die Bepflanzung der vorhandenen, derzeit noch leeren Baumscheiben erfolgt. Indem Zuge wird der daneben verlaufende Radweg rückgebaut, da dieser nicht mehr erforderlich ist, da die Ferdinandstraße in dem Bereich 2025 zur Fahrradstraße geworden ist. Die Pflanzflächen werden vergrößert, in dem die ehemaligen Flächen des Radweges entsiegelt werden. Die Pflanzflächen sind dann durchgängig und werden nur durch die Grundstückszufahrten unterbrochen. In den Bereichen werden ebenfalls Bodendecker angepflanzt, somit entstehen ca. 100 m² Grünfläche mehr als bisher. Auch die noch fehlenden Bäume im weiteren südlichen Verlauf der Ferdinandstraße werden nachgepflanzt.
Die Möglichkeit, Pflanzkübel aufzustellen, wurde sorgfältig geprüft. Dabei sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:
- Ver- und Entsorgungsleitungen in den angrenzenden Bereichen dürfen nicht überplant werden.
- Rettungswege und Verkehrsflächen müssen jederzeit freigehalten werden.
- Radverkehrssicherheit: Aufgrund der hohen Radverkehrsstärken schränken Pflanzkübel den Platz für Radfahrerinnen und Radfahrer im Ein- und Ausfahrtsbereich ein und erhöhen das Unfallrisiko.
- Pflegeaufwand und Unterhaltungskosten: Pflanzkübel erfordern regelmäßige Bewässerung, Düngung und Pflege. Außerdem werden sie durch Witterung, Frost oder Vandalismus beschädigt. Mittel für Anschaffung, Aufstellung und insbesondere für die Unterhaltung stehen im Haushaltsplan nicht zur Verfügung.
Vor diesem Hintergrund sieht die Verwaltung keine Pflanzkübel im öffentlichen Raum mehr vor. Vorhandene Pflanzkübel, beispielsweise in der Friedrich-Wilhelm-Straße oder im Magniviertel, werden überwiegend von Gewerbetreibenden oder Privatpersonen gepflegt; deren Pflegezustand variiert entsprechend. Aus diesen Gründen lehnt die Verwaltung die Aufstellung von Pflanzkübeln westlich und östlich der Ferdinandbrücke ab.
Anstelle von Pflanzkübeln wurden weitere mögliche Pflanzflächen eruiert. Grundsätzlich sind überall, fast flächendeckend, Versorgungsleitungen vorhanden, so dass weitere Baumstandorte, bis auf den oben genannten, nicht möglich sind. Am südwestlichen Brückenende wird daher im Bereich des Treppenzugangs neben dem Gehweg ein Pflanzbeet mit Bodendeckern und einem Strauchgewächs angeordnet. Die Ausführung aller genannten Pflanzbeete, bis auf die Bäume in der Ferdinandstraße, welche schon geliefert sind und kurzfristig gepflanzt werden, erfolgt zum Bauende der Brückensanierung, im Herbst 2026.
