Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 26-28892

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Dem Bau eines Kunststoffrasen-Kleinspielfeldes auf der Sportanlage Lamme wird zugestimmt.
 

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Sachverhalt

 

Gemäß § 6 Nr. 5 lit. d) der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig ist der Sportausschuss zuständig für die Entscheidung über Planung, Neubau, Umbau, Instandsetzung und Instandhaltung von Sportstätten und Sportfreianlagen.

 

Zur Weiterentwicklung der Sportanlage Lamme hat die Verwaltung gemeinsam mit dem örtlichen Sportverein TSV Germania Lamme e.V. als Mieterin der Sportanlage mögliche Maßnahmen erörtert. 

 

Im Ergebnis wird aufgrund eines erheblichen Mitgliederzuwachses in der Fußballsparte ein zusätzlicher Bedarf an einem Kunststoffrasen-Spielfeld auf der Sportanlage Lamme gesehen. Das vorhandene Kunststoffrasen-Spielfeld ist insbesondere in den frühen Abendstunden durchgehend stark ausgelastet. Derzeit befinden sich auf der bestehenden Sportanlage Lamme über 30 Juniorinnen-, Junioren--, Damen und Herrenmannschaften im Trainings- und Spielbetrieb.

 

Vor dem Hintergrund der kontinuierlichen Verbesserung der sportlichen Infrastruktur wurde daher die Errichtung eines modernen Kleinspielfeldes mit Kunststoffrasenbelag vorgesehen. Ziel des Bauprojektes ist es, insbesondere den Vereinssport nachhaltig zu stärken und ganzjährig nutzbare Trainings- und Spielmöglichkeiten zu schaffen.

 

Die Verwaltung hat in enger Abstimmung mit dem Verein die Planung für ein Kunststoffrasen-Kleinspielfeld erarbeitet. Der vorgesehene Standort befindet sich zwischen dem südlich gelegenen Sportfunktionsgebäude und dem nördlich angrenzenden Rasenspielfeld. Derzeit wird die Fläche als Rasen-Nebenfläche sowie als Beachvolleyballfeld genutzt. Letzteres soll im Zuge der Maßnahme auf eine östlich angrenzende Fläche verlegt werden.

 

Das geplante Spielfeld weist eine Netto-Spielfläche von 35 x 55 m auf; einschließlich Sicherheitszonen und hindernisfreiem Raum beträgt die Bruttofläche 39 x 61 m. Der Kunststoffrasenaufbau besteht aus einer wasserdurchlässigen, mehrschichtigen Konstruktion mit Kunststoffrasenbelag, elastifizierender Schicht sowie einer Tragschicht aus ungebundenem Schottergemisch und einer Drainage. Für die elastifizierende Schicht kommt je nach Bauweise entweder vorgefertigter recycelter Kunststoff oder eine gebundene, wasserdurchlässige Asphalttragschicht zum Einsatz. Für den geplanten neuen Kunststoffrasen wird ein modernes und besonders umweltverträgliches Rasensystem vorgesehen. 

 

Der eigentliche Belag wird in Bahnen verlegt und besteht überwiegend aus einer modernen Faserschicht. Gegenüber früher verwendeten Bauweisen zeichnen sich diese Fasern durch eine geringere Verschleißanfälligkeit aus. Die Lebensdauer dieser modernen Kunststoffrasensysteme wird derzeit auf bis zu 20 Jahre geschätzt; wogegen ältere Systeme in der Regel eine Nutzungsdauer von 12 bis 15 Jahren aufweisen.

 

Die Verfüllung erfolgt ausschließlich mit natürlichem Quarzsand. Durch diese Bauweise entstehen keine zusätzlichen Einträge von Gummi- oder Kunststoffgranulaten in die Umwelt. Der verwendete Quarzsand ist ein mineralischer Naturstoff, frei von Mikroplastik und dauerhaft beständig. Gleichzeitig gewährleistet das System eine hohe Funktionalität, Langlebigkeit sowie einen geringen Pflege- und Materialaufwand.

Mit der gewählten Ausführung wird den aktuellen Anforderungen an Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit und Gewässerschutz in besonderem Maße Rechnung getragen.

 

Die Umrandung des Spielfeldes erfolgt mittels Betonrechteckpflastersteinen. Zur Sicherung des Spielbetriebs wird an der nördlichen Stirnseite ein Ballfangzaun mit einer Höhe von 4 m (Doppelstabgitter) zuzüglich eines 2 m hohen Ballfangnetzes errichtet. Entlang der östlichen Längsseite ist ein 3 m hoher Doppelstabgitterzaun vorgesehen. An der südlichen Stirnseite besteht bereits ein Ballfangzaun. An der westlichen Längsseite wird eine Spielfeldbarriere mit einem Abstand von 5 m zur Spielfläche installiert.

 

Das Spielfeld ist insbesondere für den Breiten- und Nachwuchssport vorgesehen. Der Einsatz eines hochwertigen Kunststoffrasens gewährleistet eine hohe Belastbarkeit sowie eine weitgehend witterungsunabhängige Nutzung. Zur Sicherstellung des Trainingsbetriebs in den Abendstunden ist die Installation einer Trainingsbeleuchtungsanlage mit vier Masten und LED-Flutern vorgesehen, die eine Beleuchtungsstärke von bis zu 200 Lux ermöglicht.

 

Der Verein hat für die Umsetzung des Projektes zusätzlich eine Spendenaktion initiiert und Rücklagen gebildet. Hierdurch werden der Stadt Braunschweig vereinsseitig Mittel in Höhe von rund 70.000 € zur Verfügung gestellt.

 

Der Baubeginn ist für das Jahresende vorgesehen; die Fertigstellung wird voraussichtlich bis zur Mitte des Folgejahres erfolgen.

 

Die Gesamtkosten des Projektes sind in Höhe von 350.000 € geplant. Entsprechende Haushaltsmittel stehen im Projekt 5E.670087 "SpA Lamme Neubau Kunstrasenplatz" zur Verfügung. 


 

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Anlagen

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