Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 26-28901
Grunddaten
- Betreff:
-
Einrichtung einer Kooperationsklasse der Oswald-Berkhan-Schule, Förderschule geistige Entwicklung, und der Helene-Engelbrecht-Schule, Berufsbildende Schulen Braunschweig, sowie der Heinrich-Büssing-Schule, Berufsbildende Schulen Braunschweig
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 40 Fachbereich Schule
- Verantwortlich:
- Dr. Rentzsch
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Geplant
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Schulausschuss
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Vorberatung
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29.05.2026
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Bereit
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Verwaltungsausschuss
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Entscheidung
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Beschlussvorschlag
Der Einrichtung einer Kooperationsklasse der Oswald-Berkhan-Schule mit der Helene-Engelbrecht-Schule, Berufsbildende Schulen Braunschweig und der Heinrich-Büssing-Schule, Berufsbildende Schule Braunschweig wird gem. § 25 Abs. 2 Niedersächsisches Schulgesetz (NSchG) zugestimmt.
Die Klasse wird mit Beginn des Schuljahres 2026/2027 eingerichtet.
Sachverhalt
Die Kooperationsklassen gehören organisatorisch zur Förderschule, die auf der Basis einer Vereinbarung pädagogisch eng mit den beiden berufsbildenden Schulen zusammenarbeitet. Diese Vereinbarung bedarf der Zustimmung des Schulträgers, wenn durch die Zusammenarbeit sächliche Kosten entstehen könnten.
Mit VA-Beschluss vom 07.07.2020 (DS 20-13670) wurde die Verwaltung beauftragt, ein Konzept für die Einrichtung von Kooperationsklassen der OBS mit Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I für die Jahrgänge 1 bis 9 zu erarbeiten. Die Kooperationsklassen sollen Schülerinnen und Schülern (SuS) mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung das gemeinsame Lernen ermöglichen.
Durch den gemeinsamen Unterricht und das zusammen erfahrene Schulleben haben die SuS der verschiedenen Schulformen die Möglichkeit ein hohes Maß an sozialer Kompetenz zu entwickeln. Alle beteiligten SuS erfahren die Unterschiedlichkeit der menschlichen Existenz und können diese als Bereicherung erleben. Der gemeinsame Unterricht von SuS mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung setzt gerade wegen der unterschiedlichen Lernausgangslagen das Entwickeln von individuellen Lernzielen voraus. Die unterschiedlichen Lernziele können durch Differenzierung im gemeinsamen Unterricht erreicht werden. Die enge Zusammenarbeit von Kolleginnen und Kollegen unterschiedlichster Ausbildungen und Fachrichtungen (z. B. Grundschul-, Realschul-, Gymnasial- und Förderschullehrkräfte, pädagogische Fachkräfte sowie Lehrkräfte berufsbildender Schulen in unterrichtsbegleitender und therapeutischer Funktion) erweitert die Kompetenzen aller. Sie ist getragen von gegenseitigem Vertrauen und dem Wissen um die besonderen pädagogischen Chancen, die Kooperationsklassen mit sich bringen. Durch die Einbeziehung sonderpädagogischen Fachwissens innerhalb der Schulen werden die dortige Diagnostik, Prävention und Intervention bei sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfen gestärkt.
Folgende Kooperationen bestehen bereits:
- seit Beginn des Schuljahres 1998/1999 für zwei Klassen des Primarbereichs mit der Grundschule Bürgerstraße
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seit dem Jahr 2008/2009 mit der Realschule LebenLernen, die zur zweiten Schuljahreshälfte des Schuljahres 2012/2013 von der Realschule Sidonienstraße als neuer Kooperationspartnerin abgelöst wurde
Im Rahmen der geplanten Erweiterung der Realschule Sidonienstraße soll eine dritte Kooperationsklasse eingerichtet werden. - mit Beginn des Schuljahres 2020/2021 zwei Kooperationsklassen mit der Grundschule Volkmarode
- mit Beginn des Schuljahres 2024/2025 für zwei Klassen im Bereich der Sekundarstufe I des Gymnasiums Hoffmann-v.-Fallersleben-Schule (Jahrgang 5 bis 8)
- seit Beginn des Schuljahres 2024/2025 für eine Klasse mit der Johannes-Selenka-Schule, Berufsbildende Schulen Braunschweig
Für die künftige Kooperationsklasse stellt die HBS einen Allgemeinen Unterrichtsraum und einen Differenzierungsraum zur Verfügung. Eine oder mehrere Klassen der Berufseinstiegsschule der HES und der HBS arbeiten mit einer Kooperationsklasse der OBS zusammen.
Ziel dieser Kooperation ist es, die im Kerncurriculum Geistige Entwicklung vorgegebene berufliche Orientierung der SuS besonders bildungsnah zu fördern. Außerdem haben die SuS beider Schulformen die Möglichkeit, ein hohes Maß an sozialer Kompetenz zu entwickeln. Die Kooperation zwischen der OBS und den BBS erschließt allen Beteiligten im Schulleben und im Unterricht Möglichkeiten zu wechselseitiger Annäherung. Alle sammeln dabei Erfahrungen mit Heterogenität und können diese als Bereicherung erleben.
Die berufliche Orientierung der SuS soll gefördert werden. Sie werden auf den Ausbildungs- bzw. Berufseinstieg vorbereitet. Durch die Zusammenarbeit sollen die SuS in ihrer Entscheidung hinsichtlich ihres Ausbildungswunsches unterstützt werden.
Es kann festgehalten werden, dass die Vorgabe aus dem o. g. VA-Beschluss bezüglich der Einrichtung von Kooperationsklassen von Jahrgang 1 bis 9 erfüllt wird. Darüber hinaus wird durch den Einstieg der Kooperation der OBS mit der JSS, der HES und der HBS sogar der Sekundarbereich II erschlossen.
Die Stadt strebt die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung an und begrüßt daher die Ausrichtung der schulfachlichen Entwicklung an der OBS außerordentlich. Das Kooperationskonzept der OBS wird von der Stadt vollumfänglich unterstützt.
