Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 26-29106
Grunddaten
- Betreff:
-
Projekt „Großer Hof" – Bürger erwarten mehr Transparenz
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- CDU-Fraktion im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Planung und Hochbau
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zur Beantwortung
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10.06.2026
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Sachverhalt
Unter der Überschrift „Kaum Autos, viel Grün: Pläne für neues City-Quartier werden konkreter“ wurde in der Braunschweiger Zeitung am 12. Mai dieses Jahres über die Planungen rund um den Großen Hof berichtet. Dort war unter anderem zu lesen: „Noch können die Parkplätze Großer Hof, an der ehemaligen Markthalle und am Werder in der Braunschweiger Innenstadt rege genutzt werden. Langfristig könnten die zentralen Parkplätze allerdings dem bis dato größten innenstadtnahen Baugebiet weichen. […] Geplant sind unter anderem 130 Wohneinheiten, eine Kita, eine städtische Ausstellungsgalerie mit Ateliers, Gastronomie und zahlreiche Grünflächen. […] Im Rathaus rechnet man nun mit vorläufig geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 38 Millionen Euro.“
Anlass war eine Vorlage, mit welcher sich die Verwaltung die Zustimmung zur Programmanmeldung zur Aufnahme in die Städtebauförderung „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ eingeholt hat (vgl. DS.-Nr. 26-28548). Diese Vorlage wurde in der Ratssitzung am 12. Mai dieses Jahres – wie bereits in den vorberatenden Gremien – einstimmig beschlossen. Darin weist die Verwaltung auf rund 14 Millionen Euro Städtebaufördermittel bei einem städtischen Eigenanteil von etwas mehr als 7 Millionen Euro und weiteren 820.000 Euro nicht förderfähigen Kosten für die Stadt hin. Darüber hinaus sollen 2,85 Millionen Euro an Einnahmen aus Grundstückserlösen und Ausgleichsbeiträgen generiert werden, weitere etwa 13,2 Millionen Euro sollen von Dritten kommen (beispielsweise für den Neubau des sogenannten Mobility Hub). Ein Verkehrskonzept sieht großzügige Möglichkeiten für Fahrräder und Car-Sharing vor, ansonsten soll aber für Pkw nur eine Quartiersgarage zu Verfügung stehen. Es soll des Weiteren intensiv entsiegelt werden und dafür sind neue Grünflächen geplant, um u.a. die Aufenthaltsqualität zu verbessern.
Dieser Artikel hat in der Bürgerschaft sowie bei den ortsnahen Betrieben und Unternehmen zahlreiche Fragen und kritische Diskussionen ausgelöst. Im Fokus stand dabei gerade bei den Vertretern des Einzelhandels, den Ärzten, Handwerkern sowie weiteren Betrieben aufgrund der teilweise chaotischen Situation rund um die Großbaustelle Hagenmarkt die Frage nach dem erforderlichen Parkraum im Speziellen und nach dem Verkehrskonzept im Allgemeinen. Auch die Frage nach dem Erhalt der zahlreichen Bäume im Planungsbereich bewegt die Bevölkerung. Denn auf dem Luftbild des entsprechenden Bereiches kann man beispielsweise ein großes Blätterdach sehen, welches Rückschlüsse auf das Alter der Bäume gibt.
Mit den Antworten auf diese Anfrage sollen deshalb Klarheit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit hergestellt werden.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1. Wie sehen die weiteren Verfahrensschritte einschließlich der vorgesehenen Zeitschiene und einer möglichen Finanzierung (für die teilweise noch Förderanträge zu stellen sind) aus?
2. Welche Planungen hat die Verwaltung für das Verkehrskonzept?
3. Wie sehen die Planungen in Bezug auf Neu- und Ersatzpflanzungen sowie Baumfällungen aus?
