Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 25-26488-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Die Verwaltung teilt Folgendes mit:

Die Stadt freut sich über das Engagement der Bürgerinnen und Bürger, die die Stadtbäume mit Wasser versorgen. Eine Ausweitung in Form eines Pilotprojektes mit Regenwassertonnen ist derzeit nicht angedacht, da es viele Hürden zu überwinden gäbe.

Der Anschluss von privaten Regentonnen im öffentlichen Verkehrsraum, dazu zählen auch öffentliche Gehwege, ist nur mit einer Genehmigung möglich. Für ein offizielles städtisches Projekt müsste der Versicherungsschutz für die Bürgerinnen und Bürger geklärt werden, die mit einer solchen Tätigkeit eine ehrenamtliche Aufgabe für die Stadt übernehmen würden.

Weiterhin stellen die Gehwegbreiten ein Problem dar, welche am Frankfurter Platz bspw. nur circa 1,8 Meter betragen. Durch die Aufstellung einer Regentonne im öffentlichen Raum würden die Gehwegbreiten verschmälert und die Nutzung mit Rollstuhl oder Kinderwagen könnte beeinträchtigt werden.

Zudem sieht die Verwaltung den Vorschlag insbesondere in Hinblick auf Vandalismus als kritisch. In der Regel handelt es sich bei den üblichen Regentonnen um Behälter aus Kunststoff in leichter Bauweise, die besonders anfällig sind. Eine Übernahme der Verkehrssicherung ist daher kaum möglich.

Zuletzt stehen derzeit für diese Projektidee keine Mittel im städtischen Haushalt zur Verfügung.

Der Fachbereich Stadtgrün handelt nach einem weitreichenden Konzept für die Bewässerung der Straßenbäume, welches laufend weiterentwickelt wird. In diesem Zusammenhang wurden bereits bei der Pflanzung an 44 exemplarischen Baumstandorten Bodenfeuchtesensoren, sogenannte Tensiometer, installiert. Die Standorte wurden danach ausgewählt, dass möglichst unterschiedliche Standortbedingungen im Stadtgebiet erfasst werden können. Auf Grundlage der gewonnenen Messdaten kann der Wasserbedarf vergleichbarer Jungbaumstandorte ohne Sensorik näherungsweise abgeleitet und die Bewässerung bedarfsgerecht und sparsam gesteuert werden. Dieses Vorgehen wird als praxistauglicher Ansatz zur Optimierung der Bewässerungsstrategie in den kommenden Jahren erprobt.

Die neu gepflanzten Straßenbäume werden die ersten fünf Jahre nach Pflanzung bewässert. Dies geschieht durch das städtische Personal oder ist an externe Dienstleister vergeben. Nach Ablauf der fünf ersten Standjahre ist in der Regel keine weitere Bewässerung der Bäume mehr nötig, da die Stadt seit einigen Jahren prioritär sogenannte Klimabäume pflanzt. Diese sind besonders hitze- und trockenheitstolerant.

Die Bewässerung durch engagierte Bürgerinnen und Bürger ist dem Grunde nach sehr positiv einzuschätzen. Allerdings hält die Verwaltung es für Bürgerinnen und Bürger kaum leist- und abschätzbar, einer fachgerechten Baumbewässerung nachzukommen. In einem einzelnen Bewässerungsgang erhält ein Jungbaum je nach Pflanzgröße zwischen 150-200l Wasser. Standardmäßig wird dieser ca. alle zwei Wochen mit Wasser versorgt. In Hitzeperioden kann dieser Rhythmus auf eine wöchentliche Wassergabe verkürzt sein bis hin zu zwei Wässerungen pro Woche wie bspw. in den Hitzesommern 2018/19.

Jede interessierte Person kann weiterhin einen Antrag auf Aufstellung einer Regentonne beim Fachbereich Tiefbau und Verkehr stellen. Die dadurch möglichen Wasserspenden stellen jedoch nur einen Teil der vorgesehenen Wassermengen dar. Die Berücksichtigung der privaten Bewässerung im städtischen Bewässerungskonzept stellt einen nicht leistbaren koordinatorischen Aufwand dar. Somit kann eine Bewässerung durch Regentonnen das städtische Bewässerungskonzept der Straßenbäume nicht ersetzen.


 

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11.06.2026 - Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 310 Westliches Ringgebiet

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