21.08.2025 - 3.1 Situation in der Altenhilfe und der Altenpflege...

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Wortprotokoll

Herr Dr. Weber stellt die in der Anlage beigefügte Präsentation zum Thema Altenhilfe- und Pflegeplanung vor.

 

Herr Winckler berichtet von seiner Teilnahme am Forum III der Pflegekonferenz und von den zahlreichen pflegenden Angehörigen, die vor Ort gewesen seien. Nach der Rückmeldung von einigen Trägern liege das Hauptaugenmerk auf der Bürokratisierung des Verfahrens. Herr Winckler interessiert sich dafür, welche Konsequenz aus der Pflegekonferenz gezogen werde und welche Angebote gemacht werden können, um die Träger und Angehörigen zu entlasten. Außerdem möchte er erfahren, wie man freie Plätze in Pflegeeinrichtungen effektiver nach außen kommunizieren könne, um eine höhere Sichtbarkeit herzustellen.   

 

Herr Stühmeier ist anwesend ab 15:16 Uhr.

 

Frau Dr. Rentzsch berichtet, dass sich die Steuerungsgruppe der Altenhilfe- und Pflegeplanung am Vortag getroffen und darauf geeinigt habe, dass für die Beantwortung der Frage, wie mit den genannten Themen umgegangen werde, die Ergebnisse der Pflegekonferenz in die Strukturen der Träger und in die Verwaltung gespiegelt werden müssen. Eine Festlegung darüber, welche Möglichkeiten zukünftig entwickelt werden können, solle in der Steuerungsgruppe erfolgen. 

 

Herr Wendt habe die Pflegekonferenz positiv wahrgenommen, da sich die pflegenden Angehörigen mitgenommen gefühlt hätten. Allerdings seien die stark sinkende Ausbildungsquote sowie eine Abbruch-/Durchfallquote von ca. 30 % problematisch, weshalb das Berufsbild attraktiver gestaltet werden müsse. 

 

Herr Dr. Weber macht deutlich, dass bereits ein stetiger Austausch mit den Pflegeschulen stattfinde.

 

Frau Dr. Flake äußert den Wunsch nach konkreten Ideen, bevor es zu einer Stagnation käme. Trotz dessen sei ihr bewusst, dass das Themengebiet Pflege nicht zufriedenstellend innerhalb der Stadtgesellschaft behandelt werden könne. In Bezug auf die letzte Präsentationsfolie fragt Frau Dr. Flake, was mit dem sechsten Kapitel gemeint sei.

 

Herr Dr. Weber erwidert, dass im Hintergrund bereits an vielen Aspekten gearbeitet werde, wovon noch nicht alles spruchreif sei bzw. die Finanzierung noch abschließend geklärt werden müsse. Die PDF-Version könne als Internetseite transparent online gestellt und um neue Maßnahmen, die sich aus entsprechenden Gremienbeschlüssen ergeben, ergänzt werden.

 

Dr. Rentzsch erklärt, dass der sogenannte xit-Bericht vor einigen Jahren erstellt worden sei und damit die Basis darstelle. Kapitel 6 des xit-Berichts sei der Maßnahmenplan und somit das laufende Arbeitsprogramm. Äquivalent zum Pflegebericht könne auch der Altenhilfebericht im Vier-Jahres-Rhythmus erstellt werden.

 

An Herrn Winckler sei der Wunsch herangetragen worden, dass von einer Heimaufsicht zu einer Heimberatung übergegangen werde, um für Gespräche auf Augenhöhe zu sorgen. Er möchte erfahren, inwieweit die Vorschläge der Heimleitungen an die Verwaltung übermittelt und dort überprüft werden würden.

 

Frau Dr. Rentzsch erklärt, dass es sich hierbei um ein wiederkehrendes Thema handle. Die Schwierigkeit sei dabei, dass einerseits auf Augenhöhe und andererseits in der Überprüfungsfunktion gearbeitet werden müsse. Die Heimaufsicht ist als Teilnehmer in der Steuerungsgruppe selbst vertreten und stehe demzufolge mit allen Vertretern im Austausch. Jegliche Ideen würden dort mit aufgenommen und auch überprüft werden.

 

Herr Spier bezeichnet den jetzigen Maßnahmenplan als einen gangbaren Weg. Durch das Onlinestellen des Plans könne Transparenz hergestellt werden. Für eine Neufassung seien zehn Jahre gut gewählt.

 

Frau Dr. Flake betont, wie wichtig es sei, dass die dort aufgeführten Maßnahmen auch umgesetzt werden oder zumindest ein Bericht erstellt werde, aus welchen Gründen gewisse Maßnahmen nicht realisiert werden können. Zudem müsse dringend ein Bürokratieabbau stattfinden.

 

Frau Ihbe bittet um einen regelmäßigen Sachstand zu den Maßnahmen, ggf. schon in der kommenden Sitzung.

 

Frau Dr. Rentzsch weist auf ein generelles Missverständnis hin. Viele Maßnahmen würden bereits umgesetzt, doch es entstünde bei einem so umfassenden Thema fortlaufend Abstimmungsbedarf mit allen Beteiligten. Aus diesem Grund werde regelmäßig über Maßnahmen im AfSG berichtet sowie in einer Vielzahl an Gremien. Sie versichert, dass durch die Darstellung des Maßnahmenplans auf der Homepage der Stadt, zukünftig auch die übergreifende thematische Klammer aller bereits laufenden Maßnahmen deutlicher werde.

 

Frau Ihbe begrüßt Frau Evers als neue Vertreterin des Jugendparlaments und erkundigt sich nach dem Namen ihrer Vertretung.

 

Frau Evers benennt ihren Vertreter Herrn Bashiti.

 

Herr Kern berichtet über die Präventiven Hausbesuche, die sich in Braunschweig inzwischen verstetigt haben. Das Pilotprojekt werde folglich weitergeführt. Bisher habe sich das Projekt an Menschen über 70 Jahre gerichtet, was ab September jedoch an alle Menschen über 60 Jahre angepasst werden solle. Die Imagekampagne mit dem Slogan „Mittendrin im Leben“ sei entwickelt worden, um ältere Menschen gezielt auf eine positive Art anzusprechen. Es solle vermittelt werden, dass ältere Menschen einen Anspruch darauf haben, lebenswert in Braunschweig leben zu können und ihre Themen wie Hilfe, Teilhabe und Beratung zu jedem Zeitpunkt anbringen zu können.

Die Präventiven Hausbesuche werde man durch die Nachbarschaftshilfen ausweiten, was durch das Seniorenbüro koordiniert werde. Zudem seien Ehrenamtliche geschult worden, um Erstbegehungen in Wohnungen von älteren Menschen durchzuführen. Das Hauptaugenmerk liege dabei auf der Barrierefreiheit und wie zukunftsträchtig die jeweilige Wohnung sei.

 

Frau Fietzke-Hollbach erwähnt, dass viele der Senioren über 70 Jahre ihren Brief nicht erhalten hätten und fragt, ob die Verwaltung dies überprüfe.

 

Herr Kern merkt an, dass die Briefe an alle Senioren ab 70 Jahren versendet worden seien. Allerdings bestehe auch die Möglichkeit, dass die Menschen von sich aus auf das Seniorenbüro zukommen.

 

Frau Kundolf hebt hervor, dass sich die Altenhilfe- und Pflegeplanung in jeglichen Planungsbereichen wiederfinde und dahingehend eine Kooperation zwischen dem Sozialreferat und dem Seniorenbüro durch die Steuerungsgruppe „Altersarmut“ für das diesjährige Niedersachsen-Forum „Alter und Zukunft“ geschaffen worden sei. Dafür werden am 8. September 2025 Themen wie kommunale Altersarmut, soziale Stadt- und Regionalentwicklung und Einsamkeit im Westand in Braunschweig diskutiert. Zudem solle dort ein Markt der Möglichkeiten stattfinden, um sich austauschen und vernetzen zu können. Zusätzliche werde eine Aktionswoche „Altersarmut“ mit vielfältigen Angeboten in Braunschweig stattfinden, für die ein Heft als Werbemaßnahme konzipiert und ausgelegt worden sei.

Es dürfe nicht in Vergessenheit geraten, dass Themen wie Inklusion, Mobilität, Barrierefreiheit, Teilhabeberatung und Aufenthaltsqualität ebenfalls mit dem Thema Altenhilfe- und Pflegeplanung einhergehen, durch die sich die Komplexität des Themengebiets ergebe.

 

Frau Ihbe spricht an, dass ein integrativer Charakter aus dem Heft der Aktionswoche hervorgehe.

 

Frau Jaschinski-Gauß fragt, ob das Heft zusätzlich innerhalb der Stadtverwaltung verteilt werde.

 

Frau Kundolf teilt mit, dass viele Hefte im Seniorenbüro, aber auch in Apotheken ausliegen würden. Gleichzeitig werde Werbung auf Plakaten neben Bushaltestellen und auch online gemacht.

 

Frau Lenz verkündet, dass Braunschweig eine Auszeichnung des Bundes für die Präventionsarbeit zur Verhütung von geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt erhalten habe. Unter den Großstädten unter 300.000 Einwohnern liege Braunschweig auf dem ersten Platz. Es seien bereits Anfragen anderer Kommunen eingegangen, die das Konzept der Dauerausstellung „Rosenstraße 76“ übernehmen möchten.

 

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