21.08.2025 - 3.6 Jobcenter vor Ort

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Wortprotokoll

Frau Miehe-Scholz stellt die in der Anlage beigefügte Präsentation zum Thema Jobcenter vor Ort vor.

 

Frau Kleinekathöfer fragt nach einem konkreten Plan für die Aktivierung Langzeitarbeitsloser und dahingehend, inwieweit speziell Menschen mit Migrationshintergrund sozial aktiviert werden können.

 

Frau Miehe-Scholz antwortet, dass bei Migranten zunächst das Sprachkursniveau B1 erreicht werden müsse, bis die Menschen in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Die Problemlagen seien häufig ähnlich, unabhängig von der Herkunft. Dabei handle es sich um Probleme wie soziale Defizite, ein geringes Vermögen, diverse Vermittlungshemmnisse und bei den Langzeitarbeitslosen oftmals um Erkrankungen. Dafür sollen den Menschen neuerdings Coaches für die medizinische Versorgung an die Seite gestellt werden, da es teilweise unmöglich erscheine, Termine bei Fachärzten zu erhalten. Eine Diagnose sei jedoch nötig, um arbeitstechnisch überprüfen zu können, in welchen Berufen die Menschen noch eingesetzt werden können. Dadurch sei eine Aktivierung der Langzeitarbeitslosen möglich.

 

Herr Bossow ergänzt, dass es in Braunschweig ca. 10.000 Bedarfsgemeinschaften gebe, die sich aus 17.000 Personen zusammensetzen, welche Leistungen vom Jobcenter beziehen würden. Allerdings seien davon lediglich 5.500 Menschen arbeitslos. Unter den übrigen Personen befänden sich die sogenannten „Ergänzer“, „Aufstocker“ und Kinder unter 15 Jahren, die nicht als erwerbsfähig gelten. In diesem Jahr würden 10 Mio. bis 12 Mio. Euro für arbeitsmarktpolitische Instrumente in dieser Personengruppe ausgegeben werden.

 

Frau Antonelli-Ngameni wundert sich, aus welchen Gründen das Jobcenter vor Ort in der Weststadt nicht gut angenommen worden sei. Möglicherweise sei der Ausführungsort nicht optimal gewählt worden, weshalb sie das Haus der Talente als Alternativmöglichkeit vorschlägt. 

 

Frau Miehe-Scholz erklärt, dass das Aufleben des Jobcenters vor Ort in diesem Stadtteil zunächst nicht geplant sei und die personellen Ressourcen fehlen würden.

 

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