22.01.2026 - 4.2.1 Bericht Vorstellung und Weiterentwicklung der K...

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Wortprotokoll

Herr Westermann und Frau Sahling stellen anlässlich des einjährigen Bestehens das Jugendbüro vor. Herr Westermann erläutert, dass das Jugendbüro als zentrale Anlaufstelle für junge Menschen im Alter von 14 bis 21 Jahren dient und analoge sowie digitale Beteiligungsformate verbindet. Ziel sei es, Beratung, Begegnung, kreative Arbeit und demokratische Teilhabe zu ermöglichen.

Das Jugendbüro befinde sich zentral in der Innenstadt und biete konsumzwangfreie Räume sowie vielfältige Beteiligungs- und Veranstaltungsformate. Es wird die Bedeutung des Jugendbüros vor dem Hintergrund aktueller Studien zur politischen Beteiligung junger Menschen betont und dessen Beitrag zur Stärkung von Selbstwirksamkeit, Demokratieverständnis und gesellschaftlicher Teilhabe hervorgehoben. Abschließend wird ein Ausblick auf Weiterentwicklung, Evaluation und Verstetigung des Angebots gegeben und zur Vorstellung des Jugendparlaments übergeleitet.

 

Frau Volkers berichtet über die erfolgreiche Etablierung des Jugendparlaments in der städtischen Gremienlandschaft. Sie hebt hervor, dass das Jugendparlament über Rede- und Antragsrechte in den meisten Ausschüssen verfügt, diese aktiv nutzt und eigene Sitzungen sowie Ausschussarbeit durchführt. Zudem schildert sie die enge Vernetzung auf kommunaler, landesweiter und europäischer Ebene sowie die Bedeutung niedrigschwelliger Beteiligungsformate und aufsuchender Arbeit, um möglichst viele Jugendliche in Braunschweig einzubeziehen.

 

Frau Sahling erläutert, dass das Jugendparlament als notwendige und nicht verhandelbare Stimme junger Menschen verstanden wird. Sie betont den Anspruch auf Inklusion und berichtet über entsprechende Kooperationen, u. a. mit der Lebenshilfe und Jugendzentren, sowie über Bemühungen, insbesondere Haupt- und Realschulen stärker einzubeziehen. Zudem informiert sie über die Vorbereitung der zweiten Legislaturperiode mit insgesamt 72 eingegangenen Bewerbungen und über die geplante Überarbeitung von Geschäftsordnung und Satzung in einfache bzw. leichte Sprache.

 

Mehrere Ausschussmitglieder bedanken sich für die Vorstellung und würdigen die positive Entwicklung des Jugendbüros und des Jugendparlaments. In der Aussprache werden insbesondere Fragen zur Reichweite des Angebots, zu möglichen Evaluationsansätzen sowie zur besseren Ansprache der Zielgruppe thematisiert. Dabei wird hervorgehoben, dass insbesondere Schulen eine wichtige Rolle bei der weiteren Verbreitung spielen könnten. Die Verwaltung erläutert, dass bislang keine belastbaren Zahlen zur Reichweite vorliegen, die Sichtbarkeit des Jugendbüros jedoch kontinuierlich ausgebaut werde.

Herr Albinus hebt die in kurzer Zeit erzielten Fortschritte hervor, betont die Bedeutung von Kontinuität und Nachhaltigkeit und sagt zu, die genannten Anregungen – insbesondere zur stärkeren Einbindung von Schulen – aufzunehmen.