15.01.2026 - 5 Hochwasserschutz in Stöckhei...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Datum:
- Do., 15.01.2026
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 19:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Herr Bezirksbürgermeister Disterheft begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Romey und Herrn Seibt vom Fachbereich Umwelt.
Herr Romey erläutert anhand einer PowerPoint Präsentation das Konzept des Hochwasserschutzes am Rüninger Weg und informiert im Nachgang über die zwei nicht umgesetzten Linienschutzmaßnahmen in Leiferde.
Entsprechend der Beschlussvorlage 25-26466 vom 18.09.2025 soll der Hochwasserschutz am Rüninger Weg in Form einer Hochwasserschutzwand direkt entlang der Westseite des Rüninger Weges erfolgen. Es sollen Spundwände eingebaut werden, die eine mittlere Höhe von knapp einem Meter über Straßenniveau/Geländeoberkante aufweisen und etwa im Bereich der jetzigen Leiplanke verlaufen. Im Hochwasserfall müssen Mauerdurchbrüche im Bereich der Feldzufahrten temporär durch Dammbalken verschlossen und im Norden und Süden kürzere Abschnitte mit einem Mobilsystem an das Gelände angeschlossen werden.
Auf Anfrage von Herrn Bezirksbürgermeister Disterheft nach dem Betreiberkonzept informiert Herr Romey, dass der Wasserverband Mittlere Oker (WVMO) als Projektträger und Bauherr die Maßnahme für die Stadt übernehmen will. Personell wurde der WVMO durch einen Geschäftsführer und einen Mitarbeiter in Vollzeit sowie mehrere geringfügig Beschäftigte aufgestockt.
Auf Nachfrage von Herrn Bezirksbürgermeister Disterheft, wie das Thema in den vor- und nachgelagerten Bereiche angegangen wird, berichtet Herr Romey, dass auch in der Stadt Wolfenbüttel der Hochwasserschutz durch den Einbau von Schutzwänden erfolgt.
Zur weiteren Nachfrage von Herrn Bezirksbürgermister Disterheft bzgl. der Thematik, wo die Dammbalkenverschlüsse gelagert werden und wer diese im Hochwasserereignis einbaut, teilt Herr Romey mit, dass diese Fragen noch geklärt werden müssen.
Frau stellv. Bezirksbürgermeisterin Jaschinski-Gaus fragt nach dem ehemaligen Betriebsgelände von dem Braunschweiger Hüttenwerk, dass in Melverode im Überschwemmungsgebiet liegt. Herr Romey informiert, dass der Grundstückseigentümer für die Sicherung seines Geländes zuständig ist.
Zur Anfrage von Frau stellv. Bezirksbürgermeisterin Jaschinski-Gaus bzgl. Hochwasserschutzwand und Amphibienwechsel auf dem Rüninger Weg informiert Herr Romey, dass kein größerer Konflikt mit dem Naturschutz zu diesem Thema erwartet wird.
Auf Anregung von Herrn stellv. Bezirksbürgermeister Schrader sagt Herr Romey zu auch zukünftig den Stadtbezirksrat zu diesem Thema vor Ort zu beteiligen.
Zur Anfrage von Herrn Dr. Goedeke nach einem Zurückhalten des Wassers informiert Herr Romey, dass eine Vergrößerung der Talsperren im Harz wünschenswert, aber zurzeit nicht realistisch ist. Größere Renaturierungsflächen zwischen dem Harz und Braunschweig sind nach seinem Kenntnisstand auch nicht vorhanden, die bei Hochwasser geflutet werden könnten.
Einvernehmlich wird die Sitzung von 20:20 Uhr bis 20:27 Uhr für Einwohnerfragen unterbrochen. Von mehreren Anwohnern des Rüninger Weges wird nach dem Lärm gefragt, der durch die Hochwasserschutzwand entstehen kann. Herr Romey teilt mit, dass der Schallschutz bisher nicht geprüft wurde und diese Problematik zur Prüfung mitgenommen wird.
Abschließend bedankt sich Herr Bezirksbürgermeister Disterheft für die Vorstellung.
