Antrag (öffentlich) - 26-29044

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Es wird beantragt Teilflächen des Heidbergsees partiell zu bepflanzen, um damit eine natürliche Barriere für die Gänse zu schaffen und der hohen Verkotung entgegen zu wirken.
Fortfolgende Bepflanzungen dienen als natürliche Vergrämungsmethode:  

 

- Sichtschutz durch Hecken - z.B. Liguster, Weißdorn oder Wildrosen 

- Hohe Ufergräser wie z.B. Schilf, Röhricht  

- Blühstreifen mit einem Wechsel von Büschen, Stauden oder auch hohen Gräserstreifen

 

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Sachverhalt

Seit wenigen Tagen sind eine große Anzahl Gänse wieder am Heidbergsee und auf den angrenzenden Rasenflächen zu sehen. In diesen wenigen Tagen sind die Flächen wieder erheblich verkotet. Eine ausgewachsene Gans verursacht eine Kotbelastung je Tag von bis zu 2 kg.

 

Die Vermehrung der Gänse steigt massiv: Eine Gans kann bis zu 3 x im Jahr jeweils bis zu 5 Eier je Brut legen. Die natürlichen Feinde sind gering.

 

Der Südsee hat bisher keine Ansiedlung von Gänsen, dort gibt es keine vergleichbaren freien Ufer wie am Heidbergsee. 

 

Es ist inzwischen bekannt, dass partielle Anpflanzungen am Ufer, auf dem Sand und auch auf den Wiesen die Gänse vergrämt. Für die erholungssuchenden Menschen verbleibt zwischen den Anpflanzungen jedoch genügend Platz, um sich auf den Flächen zu sonnen, etc. Insoweit verhindert eine Bepflanzung nicht den Erholungswert für die Menschen, im Gegenteil kann die Unterbrechung der freien Sichtachse sogar für die Menschen eine Steigerung des Erholungswertes bedeuten.

Die Gänse hingegen sind sehr vorsichtige Tiere und fühlen sich nur auf freien Flächen und guter Sichtachse zum Wasser wohl, um mögliche Feinde frühzeitig zu sehen und den Fluchtweg zum Wasser zu haben. Dichte Hecken oder Büsche verängstigen die Gänse, dort könnten sich potentielle Feinde der Gänse aufhalten, sodass die Gänse dort nicht landen.

  

Daher ist die Anpflanzung von Uferstreifen, um die Sichtachse zum Wasser zu nehmen eine natürliche Barriere für die Gänse. Wenn auf den angrenzenden Wiesen die Sichtachsen durch die Anpflanzung von Büschen, Gräserstreifen o.ä. aufgehoben wird, fühlen sich die Gänse auch dort unsicher. 

 

gez.

Jutta Jacobs

(FWBS)
 

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