Stellungnahme - 26-28969-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Angebote zur Berufsorientierung
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 40 Fachbereich Schule
- Beteiligt:
- 51 Fachbereich Kinder, Jugend und Familie
- Verantwortlich:
- Dr. Rentzsch
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Geplant
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Schulausschuss
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zur Kenntnis
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29.05.2026
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Sachverhalt
Zur Anfrage der SPD-Fraktion vom 16.05.2026 (26-28969) wird wie folgt Stellung genommen:
Zu 1.:
Der Bildungsauftrag für die Berufsorientierung liegt per Erlass (RdErl. d. MK v. 01.11.2025 zur beruflichen Orientierung an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie RdErl. d. MK v. 01.03.2025 Beratung für Berufliche Orientierung an allgemeinbildenden Schulen) bei den Schulen. Unterstützung erhalten die allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen durch die Bundesagentur für Arbeit (gemäß SGB III § 33 Berufsorientierung und § 48 Berufsorientierungsmaßnahmen), durch außerschulische Partnerinnen und Partner (Kammern, Hochschulen, Betriebe, Verbände usw.) sowie durch regionale Netzwerkstrukturen (z. B. der Region des Lernens oder der Jugendberufsagentur „Haus der Jugend“).
Auch wenn die Kommune keinen gesetzlichen Auftrag hat Berufsorientierung in Schulen durchzuführen, unterstützt sie dennoch dabei, einen gelingenden Übergang von der Schule in den Beruf zu ermöglichen sowie dem Fachkräftemangel vor Ort entgegenzuwirken.
Der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie unterstützt durch die Jugendsozialarbeit mit verschiedenen Beratungsangeboten den Übergang von der Schule in die Berufswelt durch die kommunale Schulsozialarbeit an weiterführenden Schulen, die Kompetenzagentur bzw. Kompetenzagentur PLUS oder die 2. Chance. Auch die Praxisklassen, angesiedelt an Hauptschulen und Berufsbildenden Schulen, bilden seit Jahren ein festes speziell konzipiertes Bildungsangebot zum vorbereitenden Einstieg in die Ausbildungs- und Arbeitswelt.
Im März 2026 hat das Bildungsbüro des Fachbereichs Schule zudem eine Bildungswerkstatt durchgeführt, die sich dem Thema Berufsorientierung an Schulen widmete. Ziel war es, Impulse für eine zukunftsorientierte Berufsorientierung zu setzen und einen Rahmen für Austausch und Vernetzung zu schaffen. Im Anschluss an die Veranstaltung entwickelten sich zwischen zwei impulsgebenden Institutionen (DigitalSchoolStories GmbH und Kausa Landesstelle Niedersachsen - Ausbildung und Migration) und interessierten Schulen (GHS Rüningen, GHS Pestalozzistraße, BBS Heinrich-Büssing-Schule) Gespräche über mögliche Kooperationen, die aktuell bereits in konkretere Planungen für das nächste Schuljahr übergehen. Die Leitstelle der Region des Lernens hat sich der Idee eines digitalen Berufsorientierungskalenders angenommen und bereits in der Steuerkreissitzung im April 2026 eingebracht. Von kommunaler Seite wird das Bildungsbüro die Entwicklungen weiter begleiten und bei der Umsetzung von Projekten unterstützen.
Zu 2. und 3.:
Aktuell finden Abstimmungsgespräche zwischen dem Regionalen Landesamt für Schule und Bildung Braunschweig (RLSB BS), der Agentur für Arbeit, der TU Braunschweig, der IHK, der HWK und der Stadtverwaltung statt, mit dem Ziel die Einführung des Berufswahl-Siegels für Braunschweiger Schulen zu prüfen. Bei dem Berufswahl-Siegel handelt es sich um eine Qualitätsmarke für eine hochwertige Berufs- und Studienorientierung. Ausgezeichnet werden Schulen, die ein systematisch verankertes, praxisnahes und qualitativ überzeugendes Konzept der Beruflichen Orientierung anbieten. Die Verwaltung wird zu gegebener Zeit über das Ergebnis der Gespräche berichten.
