Betreff: Einsatz 16.12.2016 an der Matthäuskirche - am Nussberg im Prinzenpark
Status:öffentlichVorlage-Art:Stellungnahme
  Bezüglich:
17-03677
Federführend:DEZERNAT VII - Finanzen, Stadtgrün und Sportdezernat   
Beratungsfolge:
Grünflächenausschuss zur Kenntnis
08.03.2017 
Sitzung des Grünflächenausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Zur Anfrage der Fraktion P2 vom 16.01.2017 (DS 17-03677) wird wie folgt Stellung genommen:

 

Zu Frage 1:

 

Im Bereich des Nussbergs am Prinz-Albrecht-Park befinden sich alte Bunkeranlagen aus dem 2. Weltkrieg. Große Bereiche dieser Bunkeranlagen befinden sich in einem eingezäunten und für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Bereich, da hier eine erhebliche Einsturzgefahr besteht.

 

Ein weiterer Bunker befindet sich außerhalb dieses eingezäunten Bereichs in der Nähe der sogenanntenRednerkanzel“. Zu diesem Bunker gibt es zwei Eingänge, die durch Stahltüren verschlossen sind, so dass ein unberechtigter Zutritt zu den unterirdischen einsturzgefährdeten Bereichen im Normalfall ausgeschlossen werden kann. Weitere Eingänge zu dieser Bunkeranlage sind der Verwaltung z. Z. nicht bekannt. Ende letzten Jahres hatten sich Unbefugte Zutritt zu der Bunkeranlage verschafft, indem sie eine der beiden Türen aufgebrochen hatten.

 

Im Internet waren zwischenzeitlich Bilder der inneren Bunkeranlage aufgetaucht, auf denen auch Muni­tions­reste aus dem 2. Weltkrieg abgebildet waren.

 

Unmittelbar nachdem die Verwaltung davon Kenntnis erlangt hatte, wurde die aufgebrochene Tür von der Feuerwehr im Rahmen der Gefahrenabwehr erst einmal provisorisch zugeschweißt, um eine spätere Bergung der Munitionsreste zu ermöglichen.

 

Zu Frage 2:

 

Eine regelmäßige Begehung der Bunkeranlagen fand bislang nicht statt und ist in Zukunft auch nicht vorgesehen, da die Anlagen stark einsturzgefährdet sind.

 

Die Einzäunung der Bunkeranlage wird regelmäßig einmal monatlich auf Beschädigungen und zusätzlich nach besonderen Sturmereignissen kontrolliert, da dann umgestürzte Bäume die Zaunanlage beschädigt haben könnten.

 

Eine Kontrolle der beiden Eisentüren auf eventuelle Einbruchversuche ist in der Vergangenheit nicht erfolgt, wird aber in Zukunft im Rahmen der Zaunkontrolle mit durchgeführt.

 

Zu Frage 3:

 

Am Donnerstag, den 12. Januar 2017 wurde der provisorisch verschlossene Eingang noch einmal geöffnet und die Munitionsreste vom Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) geborgen.

Der KBD hat bei der Begehung festgestellt, dass die Stollenanlage sehr marode ist. Daher wurden nur drei Panzerfäuste geborgen und nach kurzer Absuche des Raumes auf weitere Munition das Areal wieder verlassen.

 

Anschließend wurde im Beisein des KBD der Eingang komplett versiegelt, sodass dort ein Eindringen nicht mehr möglich ist, da auch ohne Munition in der Bunkeranlage aufgrund möglicherweise einstürzender Decken Lebensgefahr besteht.

 

Ein Zutritt in die Stollenanlage über andere als die als Eingang gedachten Möglichkeiten kann aus Sicht der Verwaltung ausgeschlossen werden
 

 


Anlage/n:

keine

 

Stammbaum:
17-03677   Einsatz 16.12.2016 an der Matthäuskirche - am Nussberg im Prinzenpark   0100 Referat Steuerungsdienst   Anfrage (öffentlich)
17-03677-01   Einsatz 16.12.2016 an der Matthäuskirche - am Nussberg im Prinzenpark   DEZERNAT VII - Finanzen, Stadtgrün und Sportdezernat   Stellungnahme