Betreff: Leistungsbilanz Friedhofs- und Bestattungswesen 2015/2016
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:DEZERNAT VII - Finanzen, Stadtgrün und Sportdezernat   
Beratungsfolge:
Grünflächenausschuss zur Kenntnis
08.03.2017 
Sitzung des Grünflächenausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:


Der Fachbereich Stadtgrün und Sport verwaltet neben dem Stadtfriedhof an der Helmstedter Straße weitere 18 Friedhöfe in 16 Ortsteilen.

 

Zum Aufgabenbereich gehören weiterhin die Verwaltung von zwei Feierhallen und einem Aussegnungsraum im Bereich des Stadtfriedhofes und 16 Feierhallen in den Ortsteilen.

 

Feierhallen

 

In den Feierhallen im Bereich des Stadtfriedhofes (Feierhalle III) und des ehemals von der Stadt verwalteten Krematoriums (Feierhalle I) wurden im Jahr 2016 insgesamt 228 Feiern abgehalten. Im Jahr 2015 wurden die Feierhallen 221mal in Anspruch genommen. Um Feierhallenkapazitäten abzubauen und Kosten zu reduzieren, wurde Ende 2015 die Feierhalle II außer Betrieb genommen. Durch die Schließung der Feierhalle II, welche wegen erheblicher Rückgänge von Fallzahlen im Bereich der Feierhallen I und II des Krematoriums erfolgte, hat eine Verlagerung der Feiern in die Feierhalle I und in die Feierhalle III des Stadtfriedhofes stattgefunden. Die im Bereich der Feierhallen I und II zu verzeichnenden Rückgänge der Fallzahlen sind auf die Privatisierung des Krematoriums und die wachsende Konkurrenz durch von Bestattungsunternehmen privat betriebene Feierhallen zurückzuführen.

 

In den Feierhallen der Ortsteilfriedhöfe wurden im Jahr 2016 277 Feiern abgehalten. Hier ist ein Rückgang an Feierhallennutzungen im Vergleich zum Vorjahr um 14 Feiern zu verzeichnen. Durchschnittlich wurden in den 16 Feierhallen der Ortsteilfriedhöfe im Jahr 2016 17,31 Feiern abgehalten. Die Feierhallen in den Ortsteilen Bevenrode und Harxbüttel wiesen dabei mit drei bzw. zwei Feiern die geringste Inanspruchnahme auf.

 

Fallzahlen Feierhallen

2016

2015

 

Feierhalle I

 

  78

 

  50

Feierhalle II

   1

  62

Feierhalle III

149

109

Feierhallen Ortsteilfriedhöfe

277

291

 

 


Erdbestattungen

 

Auf den Friedhöfen der Stadt Braunschweig werden neben Erdeinzel- und Erddoppelgrabstellen auch Erdgrabstellen in Gemeinschaftsgrabanlagen angeboten. Auf dem Stadtfriedhof, welcher als reiner Urnenfriedhof konzipiert wurde, ist im Jahr 2016 eine Erdbestattung in einer Gemeinschaftsanlage durchgeführt worden. Im Jahr 2015 war es ebenfalls eine Bestattung. Im Jahr 2016 wurden inklusive der Nachbelegungen in vorhandene Grabstellen auf den Ortsteilfriedhöfen 127 Erdbestattungen ausgeführt. Im Jahr 2015 waren es 131.

 

Auf den Ortsteilfriedhöfen wurden 2016 Nutzungsrechte an 36 Einzel- und 26 Doppelgrabstellen vergeben. Weiterhin wurden 33 Grabstellen in Gemeinschaftsanlagen und zwei Grabstellen im Zusammenhang mit „Sozialbestattungen“ in Reihengräbern belegt. Im Vergleich zum Jahr 2015 wurden 2016 zwei Einzel- und zwei Doppelgrabstellen mehr vergeben. In Gemeinschaftsanlagen ist eine Verringerung der Fallzahl um fünf zu verzeichnen.

Im Jahr 2015 gab es 22 „Sozialbestattungen“. Der Rückgang von 20 Fällen im Jahr 2016 ist auf die neue Regelung, Sozialbestattungen nunmehr in der Regel als Feuerbestattung durchzuführen, zurückzuführen.

 

Neubelegung von Grabstellen

2016

2015

 

Erd-Einzelgrabstellen

 

36

 

34

Erd-Doppelgrabstellen

26

24

Erd-Gemeinschaftsanlagen

32 OTF/ 1 SF

37 OTF / 1 SF

Sozialbestattungen

  2

22

 

Urnenbeisetzungen

 

Insgesamt wurden auf dem Stadtfriedhof im Jahr 2016 427 Urnen beigesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr ist hier eine Fallzahlsteigerung um 152 Beisetzungen zu verzeichnen. Der deutliche Anstieg ist unter anderem auf die wieder erfolgte Übernahme der „Sozialbestattungen“ zurückzuführen. Diese wurden aus Platzgründen ein Jahr lang vom Evangelischen Kirchenverband übernommen. Ein weiterer Grund für die in 2016 festzustellenden Fallzahlsteigerungen ist die Wiedereinführung der Grabstellenart „Urnenbeisetzungen im Urnenhain mit Teilnahme von Angehörigen“. Diese Grabstellenart wurde 1 Jahr lang aufgrund der erforderlichen Überplanung von Belegungsflächen auf dem Stadtfriedhof nicht angeboten.

 

Die Urnenbeisetzungen verteilen sich wie folgt auf einzelne Grabarten:

 

Stadtfriedhof

2016

2015

 

Urnenhain

 

328

 

175

Urnengemeinschaftsanlagen

  34

  29

Urnengräber (0,5, 0,75, 1,0 m²)

  58

  63

Kolumbarien

    7

    8

 

Auf den von der Stadtverwaltung betreuten Ortsteilfriedhöfen wurden im Jahr 2016 insgesamt 333 Urnenbeisetzungen durchgeführt. Die Zahl der Urnenbeisetzungen war im Jahr 2015 mit 322 um elf Beisetzungen geringer.

 


Die Urnenbeisetzungen (ohne Nachbelegungen auf vorhandenen Urnengräbern) verteilen sich wie folgt auf einzelne Grabarten:

 

Ortsteilfriedhöfe

2016

2015

 

Urnengemeinschaftsanlagen

 

110

 

109

Urnengräber (0,5, 0,75, 1,0 m²)

122

116

Kolumbarien

    2

    1

 

Nutzungsrechtsverlängerungen

 

Verlängerungen von Nutzungsrechten an Grabstellen wurden im Jahr 2016 auf dem Stadtfriedhof für 833 Jahre vergeben. Im Jahr 2015 waren es Verlängerungen für 860 Jahre.

 

Auf den Ortsteilfriedhöfen betrug die Zahl der Verlängerungsjahre 1 508. Im Vergleich zum Jahr 2015 ist eine Erhöhung um 235 Jahre festzustellen.

 

Grabmalgenehmigungen

 

Für die Aufstellung von Grabmalen auf städtischen Friedhöfen wurden insgesamt 215 Genehmigungen erteilt. Auf den Stadtfriedhof entfielen hiervon 49, auf die Ortsteilfriedhöfe 166 Genehmigungen. Im Vorjahr wurden für die Aufstellung von Grabmalen auf dem Stadtfriedhof 66, auf den Ortsteilfriedhöfen 175 Genehmigungen erteilt.

 

Abräumungen abgelaufener Grabstellen

 

Da die Fallzahlen im Bereich der Abräumungen von Grabstellen erheblichen jährlichen Schwankungen, die nicht beeinflussbar sind, unterliegen, wird ein Vergleich der Jahre 2015 und 2016 miteinander nicht vorgenommen.

 

Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass mittlerweile bei Neuvergaben von Grabstellen die Abräumungsgebühr sofort miterhoben wird. Bislang wurde die entsprechende Gebühr erst zum Zeitpunkt der Abräumung erhoben und es bestand für die nutzungsberechtigte Person die Wahlmöglichkeit, die Friedhofsverwaltung mit den entsprechenden Arbeiten zu beauftragen oder für die Abräumung selbst zu sorgen. Vielfach waren nutzungsberechtigte Personen nicht mehr zu ermitteln, sodass der Aufwand für die Grababräumung nicht durch Gebühreneinnahmen gedeckt werden konnte Durch die jetzt praktizierte Verfahrensweise sind Steigerungen der Gebühreneinnahmen und eine Verringerung des Verwaltungsaufwandes zu verzeichnen.

 

Rituelles Waschhaus

 

Das Rituelle Waschhaus auf dem Stadtfriedhof wurde im Jahr 2015 in Betrieb genommen. Im Jahr der Inbetriebnahme wurden vier Waschungen vorgenommen. Im Jahr 2016 waren es 39 Waschungen. Diese deutliche Erhöhung der Fallzahlen ist auf die Steigerung des Bekanntheitsgrades dieser Einrichtung und auf die gezielte Ansprache von türkischen Bestattungsunternehmen, die ihren Geschäftssitz außerhalb von Braunschweig haben und die sich auf die Bestattung von Personen muslimischer Glaubensrichtung spezialisiert haben, zurückzuführen.
 

 


Anlage/n:

keine