Betreff: Friedhofsrahmenplanung
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:DEZERNAT VII - Finanzen, Stadtgrün und Sportdezernat   
Beratungsfolge:
Grünflächenausschuss zur Kenntnis
08.03.2017 
Sitzung des Grünflächenausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:


Vor ca. drei Monaten hat der Fachbereich Stadtgrün und Sport mit der Erarbeitung eines Friedhofsrahmenplans begonnen, da das bisherige Planwerk aus dem Jahr 1995 stammt und schon länger nicht mehr den heutigen fachlichen Anforderungen an einen solchen sektoralen Fachplan auf der Ebene der Flächennutzungsplanung entspricht.

 

In diesem Zusammenhang wurde auf Initiative und unter Federführung des FB 67 im vierten Quartal 2016 ein Arbeitskreis gebildet, der aus Vertretern der Braunschweiger Stadtverwaltung sowie Vertretern des Ev.-luth. Kirchenverbandes und der Kath. Pfarrgemeinde St. Aegidien besteht und mindestens einmal im Monat zusammenkommt. Die Jüdische Gemeinde Braunschweig hat aufgrund der sehr geringen Bestattungszahlen bis auf weitere auf die Teilnahme an den Sitzungen des Arbeitskreises „Friedhofsrahmenplanung“ verzichtet.

 

Darüber hinaus wird im Bedarfsfall die Arbeitsgruppe Statistik und Stadtforschung des Referats 0120 zu Rate gezogen, um relevante demographischen Daten bereitzustellen und bei der Zusammenfassung und Aufbereitung des vorhandenen Datenmaterials unter Anwendung statistischer Methoden zu unterstützten.

 

In einem ersten Schritt wurden die digital verfügbaren Flächendarstellungen sämtlicher Braunschweiger Friedhöfe kartographisch zusammengestellt und den jeweiligen statistischen Bezirken zugordnet.

 

Aktuell werden für einen Zeitraum von 10 Jahren anonymisierte Adressdaten von Verstorbenen und Nutzungsberechtigten sämtlicher städtischer und kirchlicher Friedhöfe ausgewertet, um einen Überblick über den Haupteinzugsbereich für jeden einzelnen Friedhof zu erhalten. Daraus ergeben sich in Verbindung mit der Kenntnis über die Sterbeziffern in den einzelnen statistischen Bezirken wichtige Hinweise auf die lokale Versorgungslage innerhalb des Stadtgebietes, auf Bestattungspräferenzen und auf Bereiche in der Stadt, die möglicherweise mit entsprechenden Bestattungsangeboten zur Zeit unterversorgt sind oder wo die Bedarfslage eher schwach ausgeprägt ist.

 

Als nächster Schritt ist geplant, zu analysieren, wie viele der in Braunschweig Verstorbenen auf den hiesigen Friedhöfen beigesetzt werden und wie viele auf Friedhöfen außerhalb des Stadtgebietes. In einem weiteren Schritt soll untersucht werden, welche Grabarten auf welchen Friedhöfen die jeweilige Nachfrage prägen.

 


Weiterhin gilt es im Rahmen der Planaufstellung darzustellen, welche Reserven und Überschüsse bei den Bestattungsflächen im Verhältnis zum tatsächlichen Bedarf auf den einzelnen Quartiersfriedhöfen und den Zentralfriedhöfen vorhanden sind, um daraus Szenarien für die zukünftige Entwicklung der „Friedhofslandschaft“ in Braunschweig unter Einbezug friedhofskultureller, sozialer, ökonomischer und freiraumplanerischer Belange entwickeln zu können.


 

 


Anlage/n:

keine