Betreff: Bevölkerungsschutz in Braunschweig - schnelle Informationen im Notfall ermöglichen
Status:öffentlichVorlage-Art:Stellungnahme
Aktenzeichen:37-012Bezüglich:
18-09170
Federführend:37 Fachbereich Feuerwehr   
Beratungsfolge:
Feuerwehrausschuss zur Kenntnis
23.10.2018 
Sitzung des Feuerwehrausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

- 1 -

 

Sachverhalt:

 

Schnelle und sichere Informationen für die Bevölkerung sind bei großen Schadensfällen elementarer Bestandteil der Einsatzbewältigung. In der Stabsarbeit ist diese wichtige Aufgabe dem Stabsbereich S5 „Presse und Medienarbeit“ zugeordnet.

 

Dies vorangestellt beantworten wir die Anfrage der SPD-Fraktion vom 02.10.2018 (18-09170) wie folgt:

 

Zu Frage 1:

 

Derzeit können Informationen über Ereignisse, die den Bereich der Stadt Braunschweig betreffen, auf der Website der Stadt sowie der Warn-App NINA nahezu in Echtzeit eingesehen werden. Beide Medien sind öffentlich zugänglich und werden während der angesprochenen Ereignisse von der Feuerwehr in Zusammenarbeit mit der Pressestelle der Stadt auf dem Laufenden gehalten.

 

Im Ereignisfall geht die (Risiko-)Kommunikation in die Krisen-Kommunikation unverzüglich über. Die Krisen-Kommunikation ist die umgehende und anlassbezogene Kommunikation mit der Bevölkerung. Die Grundlage hierfür bildet eine ständige Risiko-Kommunikation der Verwaltung.

 

Im Krisenfall soll die Bevölkerung über die gleichen Kanäle (Homepage der Stadt Braunschweig, Facebook-Auftritt, WarnApp NINA, öffentlicher Rundfunk NDR 2) wie in der Risiko-Kommunikation (Ereignis unabhängig) alarmiert, gewarnt und informiert werden. Ziel ist die schnellstmögliche Bereitstellung amtlicher Informationen und die Sicherstellung der Informationshoheit zur Verhinderung und Eindämmung von Falschmeldungen über die Medien und in den Sozialen Medien.

 

Ein Beispiel für die Krisen-Kommunikationen ist die Kommunikation über den Facebook-Auftritt der Verwaltung und insbesondere des Fachbereiches 37 bei den vergangenen Bombenräumungen und Hochwasserlagen. So wurden erstmals bei dem Hochwasser 2017 Kurzvideos mit Anleitungen zum sachgerechten Sandsackverbau, zur Sicherung von Privathäusern jederzeit abrufbar für die Bevölkerung ins Internet eingestellt.

 

Zu Frage 2:

 

Bestandteil der Laufbahnausbildung für die Laufbahngruppe 2 der Fachrichtung Feuerwehr (ehemals gehobener und höherer feuerwehrtechnischer Dienst) ist eine umfangreiche Ausbildung in Stabsarbeit, so dass alle Führungskräfte der Berufsfeuerwehr eine entsprechende Ausbildung besitzen.

 

Zur Aufrechterhaltung des Wissens der Stabsmitglieder wurde 2018 eine zweitägige Stabsausbildung und Übungsveranstaltung in Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Braunschweig (PD-BS) und der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) in Braunschweig durchgeführt. Die hierbei erkannten Fähigkeitslücken werden in den zukünftigen Gestaltungsprozess der Stabsstrukturen und Arbeitsabläufe einfließen.

 

Zusätzlichen werden durch einzelne Stabsmitglieder regelmäßig Schulungsangebote an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Ahrweiler besucht.

 

Grundlage der allgemeinen Ausbildung ist der Katastrophenschutzplan der Stadt Braunschweig sowie Gefahren- bzw. Objektspezifische Sonderpläne.

 

Zu regionalen Ausbildungsveranstaltungen angrenzender Gebietskörperschaften sind 2018 Stabsübungen in Wolfenbüttel und Wolfsburg (ohne Beteiligung der Stadt Braunschweig) durchgeführt wurden.

 

Zu Frage 3:

 

In den Bezirksgeschäftsstellen der Stadt Braunschweig liegt regelmäßig die Broschüre Notfallvorsorge - Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen - öffentlich aus.

 

Das THW, als bundeseigene Zivil- und Katastrophenschutz Organisation, unterhält als Bundesanstalt eine eigene Webseite zur Darstellung der Organisation. Hinweise zum Bevölkerungsschutz werden bundeseinheitlich auf den Seiten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) öffentlich zugänglich und für jedermann bereitgestellt. Das BBK stellt in der Warn-App Nina in dem Menü „Notfallstipps“ ebenfalls Handlungshinweise für verschiedene Notfallszenarien zur Verfügung.

 

Weiterhin können allgemeine Hinweise zum Thema Bevölkerungsschutz (Brandschutz/Selbstschutz) auch auf der Homepage der Feuerwehr Braunschweig abgerufen werden.


 

 


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Anlage/n:

keine

 

 

Stammbaum:
18-09170   Bevölkerungsschutz in Braunschweig - schnelle Informationen im Notfall ermöglichen   0100 Referat Steuerungsdienst   Anfrage (öffentlich)
18-09170-01   Bevölkerungsschutz in Braunschweig - schnelle Informationen im Notfall ermöglichen   37 Fachbereich Feuerwehr   Stellungnahme