Betreff: Ergebnisse der Bodensondierung auf dem Mittelstreifen der Jasperallee im Abschnitt zwischen Ring und Staatstheater
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:67 Fachbereich Stadtgrün und Sport   
Beratungsfolge:
Grünflächenausschuss zur Kenntnis
01.11.2018 
Sitzung des Grünflächenausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:


Am 11. Juni 2018 wurden vom Fachbereich 67 auf der Jasperallee im Abschnitt zwischen Theater und Ring 6 Bodenproben mit einer Pürckhauer-Sonde entnommen. Diese hat einen Durchmesser von ca. 1,5 cm. Die Ergebnisse dieser Sondierungen werden nachfolgend exemplarisch für drei Standorte tabellarisch zusammengefasst dargestellt. Proben konnten bis ca. 1 m Tiefe entnommen werden, alle Proben waren trocken und in den unteren Schichten arm an Humus.

 

 

 

 

In einem Gespräch am 11.10.2018 der Fachverwaltung mit der BI Baumschutz, an dem auch der beauftragte Gutachter teilgenommen hat, wurde im Gesprächsverlauf auch die Anlage von sogenannten Schürfgruben zur Überprüfung der Befunde aus der Erstsondierung mit der Pürckhauer-Bodensonde thematisiert.

 

Die Verwaltung hat daraufhin am 24.10.2018 vormittags an drei der sechs Bohrstellen von einer Garten- und Landschaftsbaufirma mittels Bagger Schürfe anlegen lassen. Diese waren bis zu 1,50 m tief und so breit wie eine Baggerschaufel.

 

Die Ergebnisse bestätigen aus Sicht der Fachverwaltung und des beauftragten Gutachters die bisherigen Einschätzungen aus der Sondierung von sechs Standorten mit Pürckhauer-Bodensonde. Im Einzelnen ergab die Untersuchung der Bodenprofile in den Schürfgruben folgendes Ergebnis:

 

An Standort 4 (Schurf gegenüber Hausnummer 23) betrug die Grabungstiefe 1,30 m. Der oberste, humose Horizont ist kräftig durchwurzelt, darunter liegen ca. 20 cm Bauschutt. Dieser bestand aus zerkleinerten Ziegelsteinen, Betonresten u.ä.. Unter dieser Schicht werden kaum noch Wurzeln angetroffen. Vorhandene Wurzeln streichen horizontal auf einer Ebene und zeigen damit, dass nicht gelungen ist, in die darunterliegenden Horizonte einzuwurzeln. Der Baggerführer berichtete über den großen Kraftaufwand seiner Maschine, um das Material in den unteren Schichten zu lösen. Ab ca. 1 m Tiefe ist der Boden grau verfärbt, ein Hinweis auf hohen Tonanteil. Wurzeln sind in diese Tiefe nicht vorgedrungen.

 

Deutlich zu erkennen sind hier die Feinwurzeln im oberen Horizont sowie die Zusammensetzung des Bauschutts.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An Standort 1 (Schurf gegenüber Hausnummer 76) betrug die Grabungstiefe 1,50 m. Der oberste Horizont ist intensiv durchwurzelt, darunter liegen ca. 20 cm Bauschutt. Auch hier finden sich darunter verdichtete Horizonte ohne Wurzeln sowie Störungen durch Materialeintrag (schwarze Einschlüsse am Kopf der Grube).
Zu beachten ist, dass dieser Schurf eine ehemalige Baumgrube eines bereits gefällten Baumes anschneidet. Diese besteht aus dunklerem, humosen Boden und ließ sich leicht vom Baggern aufnehmen.  Die ehemalige Baumgrube ist intensiv durchwurzelt. Treffen die Wurzeln auf die benachbarten, verdichteten Bodenschichten, gelang es ihnen nicht, diese erkennbar zu durchdringen.
 

\\stadt.braunschweig.de\benutzer\home05\falkenberg1\Desktop\Jasperallee\Boden_181024\IMG_0298.JPGDer dritte Schurf, Standort 5 (gegenüber Hausnummer 4/83), Grabungstiefe 1,30 m, weist ein ähnliches Bild auf.
Der oberste Horizont ist durchwurzelt, darunter befinden sich Horizonte ohne Wurzeln.
Die Eignung für Bäume ist hier zusätzlich durch ein vorgefundenes Betonfundament eingeschränkt.
 

 


Anlage/n:

keine