Betreff: Renaturierung Mittelriede, Tafelmakerweg
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilung
Federführend:61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz   
Beratungsfolge:
Planungs- und Umweltausschuss zur Kenntnis
04.12.2018 
Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n
Anlagen:
Fotos

Sachverhalt:

 


Die Stadt Braunschweig hat in Zusammenarbeit mit der Stadtentwässerung Braunschweig und dem Wasserverband Mittlere Oker im Bereich der Mittelriede am Tafelmakerweg, zwischen Ebertallee und Grünewaldstraße, Maßnahmen zur Renaturierung dieses Gewässerabschnitts geplant und in diesem Jahr fertiggestellt. Die Kosten für die Stadt Braunschweig beliefen sich auf ca. 91.000 .

 

Grundlage war der Gewässerentwicklungsplan Wabe / Mittelriede, der einen Handlungsrahmen zur naturnahen Entwicklung mit dem Ziel der Erreichung des guten ökologischen Zustandes bzw. Potenzials entsprechend der EU-Wasserrahmenrichtlinie vorgibt.

 

Im Zuge des Plangenehmigungsverfahrens ist auch eine intensive Abstimmung mit dem Denkmalschutz erfolgt, da in einem Teilabschnitt der Mündungsbereich des sogenannten Karlskanals, der vom Nußberg bis zur Grünwaldstraße verlief, betroffen war. Hier wurde eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden, die den Karlskanal wieder sichtbar gemacht hat; eine Infotafel wird noch aufgestellt.

 

Mit den umgesetzten Maßnahmen, wie zum Beispiel dem Einbau von Kiesbänken und Totholz, wird eine ökologische Aufwertung erzielt und die Voraussetzungen für eine eigendynamische Entwicklung der Mittelriede geschaffen. Gewässertypische Lauf-, Ufer- und Sohlstrukturen werden sich im Laufe der Jahre weiterentwickeln und entsprechende Lebensräume für die Gewässerfauna schaffen. Die neu angelegten Gewässerläufe führen insgesamt zu einer Laufverlängerung der Mittelriede von etwa 420 m.

 

Darüber hinaus wurden innerhalb der Maßnahmenfläche zwischen Mutterkamp und Grünewaldstraße linksseitig der Mittelriede zwei neue Gewässerläufe angelegt, die zwischen Ein- bzw. Ausleitstelle mäandrierend durch die hier vorhandenen Brachflächen verlaufen. Das vorhandene Gewässerbett zwischen Aus- und Einleitstelle bleibt als Flutmulde bestehen.

 

In der Bilanz der Maßnahmen wurde das Hochwasserrückhaltevermögen der Mittelriede erhöht. Auch die hydraulische Situation der Mittelriede wird insgesamt durch die Einzelmaßnahmen verbessert: so überwiegen die Profilaufweitungen in der Summe gegenüber den zu Laufverengungen führenden Einbauten im Gewässerabschnitt.


 

Im Zuge der Baumaßnahmen zur Gewässerentwicklung wurden in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich 67 auch umfangreiche Maßnahmen zur Wegesicherung umgesetzt, da dieser Weg nach den letzten Hochwässern 2017 bereichsweise abgängig war.

 

Der Stadtbezirksrat 112 – Wabe-Schunter-Beberbach erhält diese Information als Mitteilung außerhalb von Sitzungen.

 


Anlage/n:

Fotos
 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Fotos (1414 KB)