Betreff: Verkehrsberuhigung Goslarsche Straße und Petristraße
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr   
Beratungsfolge:
Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 310 Westliches Ringgebiet
13.08.2013 
StBezRat 310 Westliches Ringgebiet ungeändert beschlossen  (16148/13)  
Planungs- und Umweltausschuss
14.08.2013 
Planungs- und Umweltausschuss ungeändert beschlossen  (16148/13)  

Sachverhalt

1

 

Stadt Braunschweig

 

TOP

 

 

 

Der Oberbürgermeister

Drucksache

Datum

FB Tiefbau und Verkehr

16148/13

31.07.2013

66.12

 

 

 

 

Vorlage

Beratungsfolge

 

Sitzung

 

Beschluss

 

 

Tag

Ö

N

ange-nom-men

abge-lehnt

geän-dert

pas-siert

StBezRat 310 Westliches Ringgebiet

13.08.2013

X

 

 

 

 

Planungs- und Umweltausschuss

14.08.2013

X

 

 

 

 

 

Beteiligte Fachbereiche / Referate / Abteilungen

Beteiligung
des Referates 0140

Anhörungsrecht des Stadtbezirksrats

Vorlage erfolgt aufgrund Vorschlag/Anreg.d.StBzR

 

310

310

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja

X

Nein

 

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Ja

 

Nein

 

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Ja

 

Nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überschrift, Beschlussvorschlag

 

Verkehrsberuhigung Goslarsche Straße und Petristraße

 

 

„1. Die Probephase wird beendet.

2. Vom Rudolfplatz in die Goslarsche Straße führt nur noch eine Geradeausspur, die versuchsweise eingeführte Spuraufteilung auf der Hildesheimer Straße wird beibehalten.

3. In der Goslarschen Straße im Abschnitt zwischen Rudolfplatz und Petristraße bleiben die Parkplätze in Schrägaufstellung markiert.

4. Der Linksabbieger aus der Celler Straße in die Petristraße wird weiterhin durch Modifizierung der Signalschaltung reduziert.“

 


Anregung:

 

Der Stadtbezirksrat Westliches Ringgebiet hat in seiner Sitzung am 17. Januar 2012 die Verwaltung gebeten, in seiner nächsten Sitzung zu den folgenden Punkten Stellung zu nehmen:

 

„1. Auf dem Rudolfplatz wird der in der Anlage 1 schwarz schraffierte Bereich durch eine aus Kostengründen vorerst mobile Erweiterung der Verkehrsinsel für den Verkehr gesperrt, sodass für den Geradeausverkehr aus der Hildesheimer Straße und den Linksabbiegeverkehr aus dem Neustadtring nur noch eine Fahrspur in die Goslarsche Straße hinein zur Verfügung steht.

 

2. Die Fahrbahnmarkierungen und ggf. Verkehrsleitzeichen im Bereich Hildesheimer Straße und Neustadtring sind den neuen Verhältnissen anzupassen.

 

3. Auf dem Abschnitt der Goslarschen Straße vom Rudolfplatz bis zur Einmündung Petristraße wird an der Nordwestseite der in der Anlage 2 schwarz schraffierte Bereich durch die Anbringung von Farbmarkierungen als Parkraum mit Senkrechtaufstellung/Schrägaufstellung ausgewiesen, sodass künftig nur noch ein Fahrstreifen für den fließenden Verkehr zur Verfügung steht.

 

4. Auf diesem Abschnitt der Goslarschen Straße wird zonen- oder streckenbezogen Tempo 30 angeordnet.

 

5. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob in diesem Abschnitt der Goslarschen Straße der Fahrradverkehr gegenläufig zur Einbahnstraßenregelung zugelassen werden kann.

 

6. Die Maßnahmen sind zeitgleich mit dem Beginn der Umbaumaßnahmen auf der Petristraße durchzuführen.

 

7. Ggf. notwendige Beschlüsse der Ratsgremien wegen der überbezirklichen Bedeutung der Straßen sind seitens der Verwaltung herbeizuführen.“

 

Stellungnahme der Verwaltung:

 

Mit Drucksache 15443/12 hat die Verwaltung über das Vorgehen und die ersten Ergebnisse zur Umsetzung des Antrags ausführlich berichtet. In den Sitzungen am 25. September 2012 und am 2. Oktober 2012 haben sowohl der Stadtbezirksrat als auch der Planungs- und Umweltausschuss der vorgeschlagenen Verkehrsführung auf der Hildesheimer Straße in Fahrtrichtung Rudolfplatz/Goslarsche Straße und der Schrägaufstellung der Parkplätze in der Goslarschen Straße für die Dauer einer Probephase entsprechend dem Antrag des Stadtbezirksrats zugestimmt.

 

Die Verwaltung hat die Probephase nunmehr ausgewertet. Nach bisherigen Beobachtungen haben sich die Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrs in der Goslarschen Straße/Petri-straße bewährt. Die Verwaltung schlägt daher vor, die mit Drucksache 15443/12 für eine Probephase beschlossenen Verkehrsregelungen dauerhaft beizubehalten.

 

Vereinzelt sind bei der Verwaltung Hinweise eingegangen, dass die Verkehrs-AG Probleme bei Anfahrt der Busse von der Hildesheimer Straße auf den Rudolfplatz habe. Auf Nachfrage konnte die Verkehrs-AG jedoch von keinen Fahrtzeitverlängerungen oder anderen Problemen berichten. Von Seiten der Polizei wurden gelegentlich temporäre Staubildungen beobachtet. Beim Zulauf auf den Rudolfplatz registrierte die Polizei eine leichte Häufung von Auffahrunfällen, die wahrscheinlich auf die zunächst ungewohnte neue Situation zurückzuführen waren. Durch Änderungen von Verkehrsregelungen treten üblicherweise zunächst Unsicherheiten der Fahrzeugführer auf, die sich im Laufe der Zeit mit wachsender Gewöhnung an die neue Situation wieder verbessern. Nach Abschluss der Baustelle auf der Autobahn A 391 wird auch Umleitungsverkehr nicht mehr über den Rudolfplatz fahren und damit eine verkehrliche Entlastung in diesem Bereich zu erwarten sein.

 

Die höchste Verkehrsbelastung tritt gemäß der in Drucksache 15443/12 erläuterten gutachterlichen Untersuchung morgens im Zulauf von der Hildesheimer Straße auf den Rudolfplatz auf. Für diese Spitzenstunde wurden vor und am Ende der Probephase die Fahrzeuge an den Knoten Hildesheimer Straße/Schölkestraße, Kälberwiese/Sackring und Triftweg/Sackring gezählt, um eine befürchtete Verdrängung von Verkehr in das angrenzende Wohngebiet zu überprüfen. Die größte Zunahme an allen Zählstellen war bei der Einfahrt von der Hildesheimer Straße in die Schölkestraße mit einer Zunahme von 19 Kfz in der Spitzenstunde zu verzeichnen.

 

Umgerechnet bedeutet dies, dass vor der Einführung der neuen Verkehrsregelung pro Minute 1,8 Kfz und während der Probephase 2 Kfz pro Minute von der Hildesheimer Straße in die Schölkestraße einbiegen. Im Ergebnis kann festgestellt werden, dass an allen Zählstellen keine signifikante Erhöhung des Verkehrs festgestellt wurde. Maßnahmen für eine Verminderung des Verkehrs in das Wohngebiet sind daher nicht notwendig.

 

Immissionsmessungen im Zuge der Hildesheimer Straße zeigen hohe Werte in dem eng bebauten und schlecht belüfteten Teil mit Wohnbebauung direkt vor dem Rudolfplatz. Um den zulaufenden Fahrzeugverkehr im Zuge der Hildesheimer Straße auf den Rudolfplatz zu steuern und temporäre Staus gerade in dem belastenden Straßenabschnitt zu vermeiden, wird an dem signalisierten Überweg "Ringgleis" eine "Pförtnerung" eingerichtet. Zukünftig sollen daher nur so viele Fahrzeuge die Signalanlage passieren, wie auch am Rudolfplatz innerhalb der Grünzeit abfließen können.

 

In einem weiteren Schritt hat die Verwaltung eine andere Busführung auf einer Busspur von der Hildesheimer Straße in Fahrtrichtung Goslarsche Straße untersucht, um diese bevorrechtigt über den Rudolfplatz leiten zu können. Dies würde jedoch größere Umbauarbeiten insbesondere der Haltestelle erfordern. Da laut Verkehrs-AG bei der jetzigen Regelung keine Verspätungen zu verzeichnen sind und zudem eine Erneuerung des Rudolfplatzes zu einem späteren Zeitpunkt geplant ist, hat die Verwaltung hiervon Abstand genommen.

 

Als begleitende Maßnahme zur weiteren Beruhigung des Wohnviertels um die Petristraße/

Goslarsche Straße wurde der Linksabbieger aus der Celler Straße in die Petristraße durch Abschalten des grünen Diagonalpfeils an der Signalschaltung reduziert. Probleme sind nicht aufgetreten, die Regelung soll daher beibehalten werden.

 

Die Markierungen entsprechend der Anlage zu Drucksache 15443/12 werden nunmehr zur dauerhaften Einführung der neuen Verkehrsregelungen in weißer Farbe ausgeführt. Zur Verdeutlichung der durch die Sperrmarkierung aufgehobenen Fahrspur auf dem Rudolfplatz soll eine Leitbake (Zeichen 610-41) aufgestellt werden.

 

Auf der Goslarschen Straße zwischen Rudolfplatz und Petristraße wurde entsprechend dem Antrag des Stadtbezirksrats Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit bereits eingeführt.

 

Die Kosten der Markierungs- und Beschilderungsarbeiten sind mit dem pauschalen Entgelt an die Bellis GmbH abgedeckt.

 

I. V.

 

Gez.

 

Leuer