Betreff: Angemessene Ehrung für Minna Faßhauer
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag (öffentlich)
Federführend:0100 Referat Steuerungsdienst   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Kultur und Wissenschaft
09.08.2013 
Ausschuss für Kultur und Wissenschaft geändert beschlossen  (2841/13)  
Verwaltungsausschuss
20.08.2013    Verwaltungsausschuss zurückgestellt  (2841/13)  
17.09.2013    Verwaltungsausschuss abgelehnt  (2841/13)  
Rat der Stadt Braunschweig
27.08.2013 
Rat ungeändert beschlossen  (2841/13)  
Rat der Stadt Braunschweig
24.09.2013 
Rat ungeändert beschlossen  (2841/13)  
Verwaltungsausschuss

Sachverhalt

1

 

Antrag

Datum

Nummer

Öffentlich

07.08.2013

2841/13

Absender

 

DIE LINKE.

Rathaus

38100 Braunschweig

 

Adressat

 

Oberbürgermeister Dr. Hoffmann

Platz der Deutschen Einheit 1

38100 Braunschweig

 

Gremium

Sitzungstermin

 

Ausschuss für Kultur und Wissenschaft

09.08.2013

 

Verwaltungsausschuss

Rat

20.08.2013

27.08.2013

 

 

Betreff / Beschlussvorschlag

 

Angemessene Ehrung für Minna Faßhauer

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Verwaltung wird gebeten, ein Konzept zu erstellen, wie Minna Faßhauer zukünftig angemessen geehrt werden kann. Dieses Konzept ist dem Rat zur Beschlussfassung vorzulegen.

 

Begründung:

 

Die 1875 geborene Minna Faßhauer wurde 1918 von der Braunschweiger Räteregierung zur Volkskommissarin für Volksbildung und Volkswohlfahrt gewählt. Damit war sie die erste

Frau in Deutschland im Amt einer Ministerin. In ihrer Amtszeit wurden u.a. die Gesetze zur Trennung von Staat und Kirche und der Abschaffung von geschlechtsspezifischen

Schulen auf den Weg gebracht. In Braunschweig erinnert nur sehr wenig an diese Frau. Dies soll sich ändern.

 

Die Dokumentation von Prof. Biegel hat ergeben, dass Minna Faßhauers politisches Wirken nachhaltig war. Auch das Kriterium der Vorbildhaftigkeit ist erfüllt.

„Ihr soziales Engagement für die Unterdrückten, für Frauenrechte und Gleichheitsgrundsatz umfasst [..] Werte, die vorbildhaft auch für die Zukunft erinnert werden können.“

Angeblich „dunkle Flecken“ gibt es in ihrer Biographie im Sinne der „Nicht-Erhellung“ nicht mehr. Ihre Verurteilung wegen angeblicher Beteiligung an Sprengstoffanschlägen erfolgte durch eine Justiz, die nachgewiesener Maßen parteiisch urteilte. Minna Faßhauers Wirken war bis zu ihrem Tod im Juli 1949 von Gradlinigkeit bestimmt.

 

 

 

 

 

 

Udo Sommerfeld

Fraktionsvorsitzender