Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

06.11.2023 - 2.1 Vorstellung des Konzepts des „Dritten Ortes“ fü...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Herr Vos (Creative Director, includi) stellt das von der Verwaltung beauftragte und von der niederländischen Agentur includi erarbeitete Konzept des „Dritten Ortes“ für das Zentrum für Musik vor.

 

Ausschussvorsitzender Böttcher eröffnet den Nachfragenteil zum Vortrag von includi.    

 

Frau Dr. Flake merkt an, dass der letzte Teil des Vortrages zu abstrakt gewesen sei und fragt, ob includi aus dem erarbeiteten Konzept zum „Dritten Ort“ konkrete Schlüsse ziehen könne, die die Anforderungen an den geplanten Neubau und die entsprechenden Vorgaben für den Architektenwettbewerb beträfen.

Herr Vos bestätigt, Ziel und Aufgabe von includi sei es gewesen, mit dem Konzept zum „Dritten Ort“ der Stadtverwaltung Braunschweig ein Werkzeug für den Architektenwettbewerb an die Hand zu geben. Zum einen diene das Konzept dem „Briefing“ der Architektinnen und Architekten vor dem Wettbewerb, zum anderen der Bewertung der eingereichten Entwürfe.

Frau Prof. Dr. Hesse kommentiert, die Konzeptergebnisse von includi seien von der Struktur-Förderung Braunschweig GmbH (SFB) in das Raumkonzept übernommen   worden. In dem Vortrag TOP 2.3 durch Frau Wessling (Geschäftführung, SFB) zum Raumkonzept würden sich die Ergebnisse der verschiedenen Workshops, sowie die abschließenden Konzeptergebnisse von includi schließlich widerspiegeln.

 

Herr Dr. Eckhard (Bürgermitglied) fragt, inwiefern eine „customer experience“ oder „customer journey“ Teil des Konzeptes von includi sei.  

Herr Vos antwortet, das Gebäude sei als „Werkstatt“ zu begreifen; die späteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien als „Schreiner“ zu verstehen, die die „Stühle“ für die Bürgerinnen und Bürger von Braunschweig herstellten. Er erläutert, wesentlich sei das Zusammenspiel aller Komponenten und die Kommunikation im Prozess. Includi wünsche sich, dass die Stadtverwaltung Braunschweig nicht nur ein Gebäude entwickele, sondern sich auf Nutzerinnern und Nutzer fokussiere.

 

Herr Dr. Plinke (StBR 130) merkt an, das geplante Gebäude befinde sich zwischen dem Hauptbahnhof und der Innenstadt Braunschweigs. Beides seien sehr belebte Areale. Er merkt an, dass es sicherlich auch ein potenzielles Publikum für den „Dritten Ort“ geben werde, dass nicht an Kultur interessiert sei, sondern ggf. lediglich nach Aufenthaltsqualität suche. 

 

Frau Dr. Flake verweist auf die unterschiedlichen Qualitäten des „Dritten Ortes“, die im Vortrag von includi deutlich geworden seien, so beispielsweise Räume mit Mehrfachnutzungen. Sie betont, es brauche für einen „Dritten Ort“ „Kümmerinnen“ und „Kümmerer“, d.h. Menschen, die sich aktiv um den Betrieb des „Dritten Ortes“ kümmerten. Ein entsprechender Personalansatz im Betreiberkonzept sei hierfür die Voraussetzung.

Herr Vos bestätigt ihre Einschätzung und verweist auf If a bird e.V., die an den Workshops von includi teilgenommen hatten und hier hilfreiche Beiträge geliefert haben. Er wünsche sich, dass diese Beiträge Eingang in das Betreiberkonzept fänden.

 

Ratsherr Stühmeier kündigt drei Fragen für die CDU-Fraktion zu der von includi im Vorfeld der Erstellung des Konzeptes durchgeführten Onlineumfrage unter Braunschweiger Bürgerinnen und Bürgern an. Er zitiert aus dem includi-Vortrag, es habe 650 „Views“, 400 begonnene Teilnahmen und 227 verwertbare Ergebnisse gegeben und bittet um genauere Erläuterung, inwiefern es sich hierbei um für das Konzept nutzbare Rückmeldungen gehandelt habe.

Herr Vos bestätigt, die Umfrage habe zu 227 verwertbaren Ergebnissen geführt.

Ratsherr Stühmeier bittet um Darlegung der wesentlichen Erkenntnisse der Umfrage. Er habe vernommen, die Nutzungspriorität in allen drei untersuchten Altersgruppen sei der Konzertsaal, gefolgt von Essen und Trinken sowie soziale Kontakte.

Herr Vos antwortet, wesentliche Erkenntnis aus der Umfrage sei, dass es sich um einen Ort handeln müsse, der sozialer Treffpunkt für die Menschen sei.

Ratsherr Stühmeier fragt weiter, inwiefern die Umfrage(ergebnisse) auch den Aspekt der Flächennutzung angrenzender Flächen von Viewegs Garten abbilde(ten).

Herr Vos antwortet, die Fragestellungen der Umfrage hätten den Aspekt der Nutzung umliegender Flächen in Viewegs Garten bzw. eine Einbeziehung der Flächen des Parks nicht vorgegeben.

 

Herr Jasper (Braunschweiger Zeitung) hinterfragt die Aussage im Konzept von includi, zwischen der Innenstadt und dem Hauptbahnhof bzw. dem geplanten Neubau in Viewegs Garten bräuchte man als Fußgängerin oder Fußgänger lediglich 15 Minuten. 

Herr Vos antwortet, die Aussage über die 15 Minuten sei Google entnommen; die Anwendung des Maßes von 15 Minuten stamme aus einer anderen Studie. Man habe den geplanten Neubau als Mittelpunkt festgelegt und überprüft, was innerhalb von 15 Minuten erreichbar sei.

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Die Mitteilung wird zur Kenntnis genommen.

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Anlagen

Erläuterungen und Hinweise