Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

06.11.2023 - 2.3 Vorstellung des Raumkonzepts für das Zentrum fü...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Frau Wessling (Geschäftsführerin der SFB) stellt das Raumkonzept für das Zentrum für Musik vor. Sie bemerkt einleitend, dass es sich dabei noch nicht um das „Raumprogramm“ handele. Die konkreten Planungen würden im 2. Quartal bzw. nach der Sommerpause in 2025 entschieden.

Frau Prof. Dr. Hesse führt aus, man habe anfangs angenommen, der „Dritte Ort“ benötige ca. 500 m². Im Prozess habe sich herausgestellt, dass sich der „Dritte Ort“ über alles lege und nicht auf 500 m² begrenzt sei.

 

Ratsherr Glogowski fragt, inwiefern die Akustik im Konzertsaal sich zwischen 1.000 und 1.200 Plätzen unterscheide, und wie diesbezüglich die Empfehlung der Plätze laute.

Frau Wessling antwortet, der Unterschied bei einer Anzahl von 1.000 oder 1.200 Plätzen habe keinen Einfluss auf die Akustik. Bei 1.000 Plätzen ist die Form eines Schuhkartons für den Konzertsaal zu wählen, erst ab 2.000 Plätzen würde die Form eines sog. Weinbergs akustisch in Frage kommen. Entscheidend für die Akustik sei aber vielmehr das Raumvolumen.

1.000 Plätze seien politisch beschlossen und hätten entsprechende Berücksichtigung gefunden; 1.200 Plätze würden jedoch die Wirtschaftlichkeit erhöhen. Die derzeitige Lösung bestehe darin, für einen Chor 200 Plätze vorzusehen; wenn kein Chor auftrete, könnten diese Plätze für Besucherinnen und Besucher genutzt werden.

Ratsherr Glogowski möchte wissen, wie groß die Stadthalle im Vergleich sei. Des Weiteren wünscht er Aufklärung darüber, warum inzwischen von zwei Sälen die Rede sei.

Frau Wessling antwortet, man habe am Anfang damit geplant, den Konzertsaal und den Saal der Städtischen Musikschule räumlich zusammenzulegen. Man habe aber feststellen müssen, dass dies im Sinne der Akustik nicht möglich sei. Der Große Konzertsaal müsse ein in sich abgeschlossener Saal sein. Der Saal werde festbestuhlt und müsse so gebaut werden, dass er eine bestimmte Höhe, also ein bestimmtes Volumen, zur Personenanzahl hat.

Der kleinere Saal der Städtischen Musikschule hat 400 m², 200 m² für die Bühne und 200 m² für das Publikum. Hierbei wurde berücksichtigt, dass das große Orchester der Städtischen Musikschule dort spielen können müsse. Der Saal der Städtischen Musikschule werde nicht festbestuhlt, sodass dieser für die Städtische Musikschule flexibel genutzt werden kann.

Zudem soll der Saal zu einer Versammlungsstätte werden, sodass auch hier die Möglichkeit einer flexiblen Nutzung gegeben ist. In der Stadthalle gebe es ca. 2.300 Plätze (bestuhlt).

Die gesamte Stadthalle umfasse 22.000 m² Bruttogeschossfläche (BGF).

 

Ratsherr Winckler bittet darum, dass der Baukörper von außen in einfachen Worten beschrieben wird.

Frau Wessling antwortet, es gebe eine ungefähre Vorstellung des Baukörpers. Jede Architektin und jeder Architekt werde daraus eine eigene Vorstellung entwickeln. Die Gebäudeteile bestünden aus dem Großen Saal des Konzerthauses im Erdgeschoss, einem Backstage-Lager, das mehrgeschossig um den Großen Konzertsaal angedacht sei, sowie die Räume der Städtischen Musikschule mit vielen Unterrichtsräumen etc. Die verschiedenen Gebäudeteile würden übereinandergeschichtet. Über alle Räume werde das Konzept des „Dritten Ortes“ gelegt, so z.B. im Eingangsbereich. Es sei Aufgabe des Architektenwettbewerbs, geschickte Lösungen für das Nebeneinander der Funktionen zu schaffen.

Herr Dr. Eckhardt (Bürgermitglied) fragt nach, ob die beiden geplanten Säle akustisch sauber zu entkoppeln bzw. zu trennen seien. Er kommentiert, die Betriebskosten würden stark von der Anlieferlogistik abhängen.

Frau Wessling bejaht, die beiden Säle würden akustisch getrennt.

 

Ratsherr Flake kommentiert, die drei vorgestellten Konzepte fügten sich seiner Meinung nach sehr gut zusammen. Er erinnert daran, dass zwei Säle bereits im Grundsatzbeschluss im Rat vom 21.03.23 enthalten gewesen seien. Es sei sinnhaft, den Konzertsaal als eine „Versammlungsstätte“ zu konzipieren. Die Empfehlung der KULTUREXPERTEN, aus Gründen der Wirtschaftlichkeit mit 1.200 Plätzen zu planen, solle Beachtung finden. Er fragt, wie sich der Austausch der SFB und der Stadtplanung gestalte.

Frau Wessling antwortet, SFB und Stadtplanung tauschten sich alle zwei Wochen in einer gemeinsamen Projektgruppe aus. Die SFB stelle den Stadtplanern ihre Planungen vor. Auf der anderen Seite geben die Vertreterinnen und Vertreter der Stadtplanung vor, welche Aspekte aus dem B-Plan-Verfahren unabdingbar seien und einige Meilensteine und Fixpunkte definieren. Man habe sich beispielsweise lange zum Thema Anlieferung ausgetauscht.

 

Ratsherr Glogowski kritisiert, das Unterfangen habe mit Planungen für den Neubau der Städtischen Musikschule begonnen. Schließlich sei die Rede von einem Probenraum gewesen; inzwischen spreche man von einem eigenen Konzertsaal. Es sei zwar wichtig, dass die Musikschule neue Räumlichkeiten erhielte, es sei aber vor allem wichtig, dass sie überhaupt neu gebaut werde. Er habe Angst davor, dass das Bauvorhaben aufgrund seiner Dimension gar nicht umgesetzte werde. Auch wenn das Konzerthaus nicht gebaut werde, müsse die Städtische Musikschule neu gebaut werden. 

Frau Wessling antwortet, man habe das Raumprogramm der Städtischen Musikschule in die Planungen des kombinierten Neubaus einbezogen. Der Betrieb der Musikschule stehe nicht in Frage. Man könne allerdings aus der Planung des kombinierten Neubaus nicht einfach ein Stück herauslösen.

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Die Mitteilung wird zur Kenntnis genommen.

 

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Anlagen

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