Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

21.01.2025 - 3.4 Vorstellung der Anlaufstelle für die Kulturszen...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Frau Trappe (St. 41.11) stellt sich dem Ausschuss vor; die Präsentation ist dem Protokoll angehängt.

Sie habe im Juni 2024 die Stelle für Kulturberatung übernommen, die 2022 auf Ratsbeschluss hin eingerichtet worden sei. In diesem Rahmen unterstütze sie die Kunst- und Kulturschaffenden sowie künstlerische Vereine und Initiativen aus Braunschweig bei der Umsetzung ihrer Arbeit. Sie habe Kunstgeschichte und Kulturanalyse studiert und im Anschluss daran mehrere Jahre im kommunalpolitischen Bereich gearbeitet; nun freue es sie, dass sie diese beiden Interessenbereiche verbinden könne.

Die Tätigkeit in der Kulturberatung drehe sich vor allem darum, Kulturschaffende bei der Realisierung ihrer Veranstaltungen und Projekte zu unterstützen, denn häufig bestünden Unklarheiten bzgl. des Ablaufes von Genehmigungsprozessen und Ansprechpartnerinnen und -partnern in den Behörden. D.h. ein großer Bestandteil der Beratung bestehe darin, mit anderen Ämtern zu kommunizieren, Zuständigkeiten zu klären, Kulturschaffende mit den entsprechenden Verwaltungseinheiten zu vernetzen und gezielt Informationen einzuholen.

Die wichtigste Zielsetzung sei die Hilfe zur Selbsthilfe, also die Kulturschaffenden fortwährend über Regularien und Verwaltungsabläufe umfassend zu informieren, die für ihre Vorhaben relevant sind, wobei die Beratung ganz konkret zum Anliegen habe, ein nachhaltiges Wissen bei den Künstlerinnen und Künstlern darüber zu schaffen, welche Schritte in welcher Reihenfolge notwendig sind, um ein bestimmtes Projekt auf den Weg zu bringen. Das beziehe sich ganz konkret vor allem auf den Zeithorizont, der für einen Genehmigungsprozess oder ein sonstiges Antragsverfahren eingeplant werden muss.

Ein wichtiger Aspekt sei, dass die Kulturschaffenden durch die Beratung ein Verständnis dafür entwickeln können, warum die Verwaltung gewisse Entscheidungen trifft oder bestimmte Vorgaben macht. Das verbessere die Zusammenarbeit und ermögliche einen reibungsloseren Ablauf bei der Planung von Kulturprojekten. Sie beschreibt jüngste Beratungsfälle und Problemstellungen.

Frau Trappe stellt im Folgenden den Newsletter „KulturKompass“ vor. Dieser solle quartalsweise erscheinen; die erste Ausgabe sei im November 2024 versendet worden. Der Kulturkompass sei inhaltlich spezifisch auf Kunst- und Kulturschaffende und künstlerische Institutionen ausgerichtet und solle u.a. Informationen zu Förderprogrammen auch über Braunschweig hinaus, also auch mit Blick auf die Bundes- und EU-Ebene, anbieten, sowie zu Antragsfristen, kostenfreien Seminaren und anderen Themen, die für die Kulturschaffenden relevant sind. Zum Newsletter anmelden könne man sich auf der städtischen Website unter „Kulturförderung und Kulturberatung“.

Sie gibt abschließend einen Ausblick auf Vorhaben, die im Rahmen der Kulturberatung demnächst umgesetzt werden sollen. Zum einen werde geprüft, ob ein Instagram-Account analog zum „KulturKompass“ eingerichtet werden könne. Das wäre ein niedrigschwelliges Werkzeug, um mit Kunst- und Kulturschaffenden in den Austausch zu treten und sie mit relevanten Informationen zu versorgen. Weiterhin sollen evtl. kostenfreie Seminare angeboten werden, um Künstlerinnen und Künstler in praktischen Bereichen (wie z.B. die Erstellung von Förderanträgen, Projektcontrolling oder Öffentlichkeitsarbeit) weiterzubilden. Zudem sei die Erstellung von Leitfäden und Broschüren geplant, um den Kulturschaffenden bessere Orientierung, z.B. bzgl. der Nutzung von Leerständen oder Angeboten der Kulturförderung, zu bieten.

 

Ausschussvorsitzender Böttcher dankt Frau Trappe für den Vortrag und wünscht ihr alles Gute.

 

Es liegen keine Wortbeiträge vor. Die Mitteilung wird zur Kenntnis genommen.

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Anlagen

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