Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

25.11.2025 - 3.2 Vorstellung aktueller Schwerpunkte des Kunstver...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Herr Nowak (Vorsitzender des Kunstverein Braunschweig e.V.) und Frau Mayer (Direktorin des Kunstverein Braunschweig e.V.) bedanken sich für die Gelegenheit, den Kunstverein Braunschweig e.V. dem Ausschuss vorzustellen zu dürfen. Die Präsentation ist dem Protokoll beigefügt.

Herr Nowak gibt einen historischen Überblick und hebt hervor, dass der Kunstverein Braunschweig e.V., gegründet im Jahr 1832, eine der ältesten und renommiertesten Einrichtungen dieser Art in Deutschland sei. Seit 1946 befinde sich der Verein in der denkmalgeschützten Villa Salve Hospes am Lessingplatz, die von Peter Joseph Krahe zwischen 1805 und 1808 erbaut wurde. Krahe sei zudem eines der Gründungsmitglieder des Kunstverein Braunschweig e.V. gewesen. Die Villa biete mit ihren 400 Quadratmetern die Grundlage für Ausstellungen, deren Fortführung auch in Zukunft gesichert werden solle.

 

Frau Mayer berichtet, dass sie seit 14 Monaten die Leitung des Kunstverein Braunschweig e.V. innehabe und zuvor unter anderem in Berlin und Wien tätig gewesen sei. Sie beschreibt die Hauptaufgabe des Kunstverein Braunschweig e.V. als Förderung junger künstlerischer Positionen im gesellschaftlichen und politischen Kontext. Der Kunstverein Braunschweig e.V. produziere jährlich etwa zehn Ausstellungen, was angesichts der großen Ausstellungsfläche möglich sei. Ein besonderes Anliegen sei es, neue Arbeiten zu ermöglichen und Künstlerinnen und Künstlern ihre erste institutionelle Ausstellung zu bieten. Zudem betont sie die Bedeutung der Vermittlungsarbeit, um ein breites Publikum für Gegenwartskunst zu sensibilisieren, darunter die Erstellung begleitender Publikationen.

Frau Mayer führt aus, dass der Kunstverein Braunschweig e.V. von einem siebenköpfigen Vorstand geleitet werde und über ein Team aus Planstellen und freien Mitarbeitenden verfüge. Neben ihrer eigenen Tätigkeit als Direktorin arbeite sie eng mit einer Kuratorin zusammen. Weitere Positionen umfassten eine Volontärin, die nach ihrem Studium erste Berufserfahrungen sammle, sowie Mitarbeitende in den Bereichen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Buchhaltung, Haustechnik und Besucherservice. Auch der Bundesfreiwilligendienst werde im Kunstverein Braunschweig e.V.  angeboten. Sie hebt hervor, dass viele der freien Mitarbeitenden aus der Hochschule für Bildende Künste (HBK) Braunschweig stammten.

Frau Mayer gibt einen Überblick über die Ausstellungsgeschichte des Kunstverein Braunschweig e.V. und nennt bedeutende Künstler wie Pablo Picasso, Andy Warhol und Joseph Beuys, deren Werke dort gezeigt wurden. Sie betont, dass der Kunstverein Braunschweig e.V. ein Profil habe, das einem Museum gleichkomme. Als Beispiel für die Förderung lokaler Künstlerinnen und Künstler nennt sie Siné Hansen, deren Arbeiten sie in Wien entdeckt habe und die in Braunschweig weitgehend unbekannt sei, obwohl sie dort gelebt und studiert habe.

Frau Mayer erläutert die Mitgliederstruktur des Kunstverein Braunschweig e.V., der derzeit 418 Mitglieder zähle. Die Besucherzahlen lägen stabil bei etwa 8.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr, wobei nach der Corona-Pandemie ein Rückgang zu verzeichnen gewesen sei. Sie hebt die kontinuierliche Unterstützung durch Förderpartner wie das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK), die Stadt Braunschweig und die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK) hervor. Die Finanzierung des Kunstverein Braunschweig e.V. setze sich aus Mitteln der Stadt Braunschweig (mit 38 Prozent), des Niedersächsischen MWK und aus Eigenmitteln sowie Drittmitteln zusammen.

Frau Mayer beschreibt die regionalen, nationalen und internationalen Kooperationen des Kunstverein Braunschweig e.V. Regional arbeite man eng mit Schulen, der HBK Braunschweig und anderen Vereinen zusammen. National und international sei der Kunstverein Braunschweig e.V. an Projekten wie dem Preis der deutschen Kulturwirtschaft ars viva beteiligt und kooperiere mit Institutionen in London und Minneapolis. Sie betont, dass der Kunstverein Braunschweig e.V. durch solche Partnerschaften auch international wahrgenommen werde.

Frau Mayer erläutert ihre Pläne zur Weiterentwicklung des Kunstverein Braunschweig e.V. Dazu gehöre die Sichtbarmachung der Geschichte des Vereines, insbesondere im Hinblick auf das 200-jährige Jubiläum im Jahr 2032. Sie arbeite an der Digitalisierung des Archives, um die Ausstellungsgeschichte besser zugänglich zu machen, und plane die Veröffentlichung einer Publikation zur Geschichte des Kunstverein Braunschweig e.V.. Zudem setze sie sich für eine bessere Beschilderung der Villa Salve Hospes ein, um mehr Besucherinnen und Besucher anzuziehen. Ein weiterer Schwerpunkt liege auf der digitalen Präsenz, insbesondere auf Instagram, wo der Kunstverein Braunschweig e.V. bereits 13.100 Followerinner und Follower habe.

 

Ausschussvorsitzender Böttcher bedankt sich für die Präsentation und fragt nach besonderen Anliegen des Kunstverein Braunschweig e.V..

Frau Mayer betont die Bedeutung einer stabilen finanziellen Unterstützung, um die Planbarkeit der Arbeit zu gewährleisten

Herr Nowak lädt abschließend zur nächsten Ausstellungseröffnung ein, die am kommenden Freitag stattfinden werde.

 

Ratsherr Flake hebt die Bedeutung des Kunstverein Braunschweig e.V. für das Kulturangebot der Stadt Braunschweig hervor und erkundigt sich nach den Herausforderungen im Umgang mit der denkmalgeschützten Villa Salve Hospes.

Frau Mayer erklärt, dass die Restaurierung der Fenster dringend erforderlich sei, da der Zustand des Gebäudes sowohl für die Architektur als auch für die ausgestellten Kunstwerke problematisch sei.

 

Es liegen keine weiteren Wortbeiträge vor.

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Die Mitteilung wird zur Kenntnis genommen.

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Anlagen

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