Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung - 16-02045
Grunddaten
- Betreff:
-
Mobilitätskonzept Nördliches Ringgebiet
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr
- Beteiligt:
- 0600 Baureferat
- Verantwortlich:
- Leuer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Planungs- und Umweltausschuss
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zur Kenntnis
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20.04.2016
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 331 Nordstadt
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zur Kenntnis
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02.06.2016
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Durch die in Summe etwa 1.500 geplanten Wohneinheiten im Nördlichen Ringgebiet werden Verkehre mit nicht unerheblichen Flächenansprüchen generiert.
Aus diesem Grund sollte für das Gebiet ein Mobilitätskonzept erarbeitet werden, um Möglichkeiten aufzuzeigen, wie für das Areal eine quartiersbezogene, nachfrageorientierte und nachhaltige Mobilitätsversorgung gewährleistet und wie diese betrieben werden kann. Dazu sollte das Konzept verschiedene Bausteine zur Sicherstellung der Mobilitätsgrundversorgung des Gebietes bzw. zur Förderung des Umweltverbunds enthalten und somit Alternativen zum privaten Pkw-Besitz darstellen. Neben Aussagen zu Mobilitätsangeboten und zur Betriebsform sollten Aussagen zu einem unter Anwendung der Konzeptbausteine anzusetzenden privaten Stellplatzschlüssel getroffen werden. Im Bebauungsplan HA 135 wurde die Möglichkeit bereits verankert, unter Ansatz des Konzeptes einen reduzierten privaten Stellplatzschlüssel anwenden zu dürfen. Das Mobilitätskonzept soll sowohl für die einzelnen Bauabschnitte als auch für das gesamte Nördliche Ringgebiet anwendbar sein.
Das Mobilitätskonzept für das Nördliche Ringgebiet wurde vom Büro ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung in enger Zusammenarbeit mit der Verkehrsplanung der Stadt im Auftrag der Nibelungen Wohnbau GmbH erstellt. In diesem werden die räumlichen Gegebenheiten und die allgemeinen Mobilitätsentwicklungen analysiert. Darauf aufbauend wird eine Konzeptidee entwickelt. Diese beinhaltet verschiedene Bausteine. In dem Gebiet sollen beispielsweise zur Radverkehrsförderung ein optimales Angebot an Fahrradstellplätzen vorgehalten werden, Carsharing-Fahrzeuge verfügbar sein sowie ein Verleih von e-Bikes und Lastenrädern etabliert werden. Umfassende Kommunikationsmaßnahmen und Information der Bewohner über die Angebote, eine Buchungs-App sowie die Verknüpfung zu Mitfahrerportalen etc. sind ebenfalls vorgesehen. Räumlich werden diese Bausteine in einer Mobilitätsstation zusammengeführt: hier soll der Verleih einiger dieser Angebote sowie eine entsprechende Informationsmöglichkeit angesiedelt werden.
Als Grundvoraussetzungen sieht das Mobilitätskonzept eine gute Anbindung des Gebietes an das weitere Radverkehrsnetz, eine ÖPNV-Erschließung sowie Anbindungen zur Nahversorgung.
Abschließend wird im Konzept der private Stellplatzbedarf entsprechend der ansetzbaren Mobilitätsbausteine in Form von Szenarien mit einer Spannweite von 0,75 bis 1 Einstellplatz je Wohneinheit abgeschätzt.
Für die einzelnen Bauvorhaben innerhalb des Nördlichen Ringgebietes sind auf Grundlage dieses allgemeinen Mobilitätskonzeptes Konkretisierungen bezüglich Quantität und Qualität der verwendeten Mobilitätsbausteine erforderlich. Diese sind im Zuge des jeweiligen Bauantrags nach Art und Umfang zu erläutern, werden somit in der Baugenehmigung verankert und sind vom jeweiligen Bauherrn bzw. Wohnungsbauunternehmen umzusetzen, zu finanzieren und dauerhaft sicherzustellen.
Da sich das Mobilitätsverhalten der Bewohner im Laufe der Zeit jedoch auch ändern kann, erlaubt das Mobilitätskonzept ein Nachsteuern über einzelne Mobilitätsbausteine, um somit dauerhaft eine gute Mobilitätsversorgung des Gebietes sicherzustellen.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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öffentlich
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2,4 MB
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