Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 17-05240-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Fairtrade-Stadt Braunschweig - Weiterentwicklung und Unterstützung
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- DEZERNAT VI - Wirtschaftsdezernat
- Verantwortlich:
- Leppa
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Wirtschaftsausschuss
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zur Kenntnis
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08.09.2017
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zur Anfrage der SPD-Fraktion vom 24. August 2017 (DS 17-05240) wird wie folgt Stellung genommen:
Zu Frage 1:
Zentraler Akteur im Bereich Fairtrade in Braunschweig ist der durch bürgerschaftliches Engagement getragene Verein „Fair in Braunschweig e. V.“. Zudem engagieren sich in der Steuerungsgruppe Vertreter aus der Wirtschaft, der Kirche und dem Schulbereich.
In der Steuerungsgruppe Fairtrade wurden bereits mehrere Maßnahmen besprochen und auf den Weg gebracht, die zur Weiterentwicklung der Stadt Braunschweig als Fairtrade-Stadt beitragen. Dazu gehören u.a.
- Begleitung bei der Herausgabe der Braunschweig Schokolade und des Braunschweiger Schokolöwen
- Initiierung des Braunschweiger Schöpfungstages ‚Braunschweig FAIRsteht‘
- Herausgabe einer Informationsbroschüre insbesondere zur Aufklärung über Fairtrade-Siegel
- Ergänzung der städtischen Internetseite
- Zeigen der VEN-Ausstellung ‚Vor Ort für globale Gerechtigkeit‘
- Aufbau und Durchführung eines fairen Online-Adventskalenders
Für die Zukunft wurden zuletzt folgende Maßnahmen diskutiert:
- einen fairen Einkaufsführer zu erstellen
- das Format des Schöpfungstages unter der Überschrift ‚Braunschweig FAIRsteht‘ endgültig zu etablieren und durch die Gewinnung weiterer Kooperationspartner insbesondere aus dem wissenschaftlichen Bereich noch breiter aufzustellen
- das Format der Fairen Woche, deutschlandweit die größte Aktion zum Thema Fairer Handel, dauerhaft auch auf Braunschweig zu übertragen und auszubauen. In diesem Jahr wird die Faire Woche in Braunschweig erstmals mit einem ambitionierten Programm gestaltet (siehe Anlage 1).
Ebenso ist die Planung, Umsetzung und Etablierung weiterer Veranstaltungsformate wie z.B. ein Poetry Slam oder Theater- und Kinovorstellungen denkbar.
Bereits thematisiert worden ist, ein eigenes Label bzw. eine Zertifizierung für faire Waren und Dienstleistungen aus Braunschweig zu kreieren und umzusetzen. Diese Überlegungen sind mangels Kompetenzen und Ressourcen nicht weiter vertieft worden, könnten jedoch bei Bedarf wieder aufgenommen werden.
Zudem wäre der Aufbau und Betrieb eines innenstadtnahen Eine-Welt-Ladens mit umfangreichen Öffnungszeiten ein besonderes Anliegen der Fairtrade-Akteure dieser Stadt.
Zu Frage 2:
Aktuell ist die App zum Braunschweiger Wasserweg ein Bildungsprojekt (siehe Anlage 2). Darüber hinaus gibt es mehrere Schulprojekte, z. B. an der Ricarda-Huch-Schule das Projekt ‚Schüler unterrichten Schüler‘.
Des Weiteren stehen über die Jugendkirche verschiedene Materialien bereit, die auf Anforderung für die Gestaltung von Unterrichts- und Bildungseinheiten zur Verfügung gestellt werden.
Zu Frage 3:
Momentan stehen für die Unterstützung von Fairtrade-Projekten 1.000 € im Haushalt zur Verfügung, die aktuell noch nicht endgültig verplant und abgerufen wurden.
Angesichts der gegenwärtigen Haushaltsentwicklungen der Stadt sieht die Verwaltung die Einstellung weiterer Fördermittel in den Haushalt kritisch. Vielmehr wird die Einrichtung eines Fördervereins zur Finanzierung der Vereinsaktivitäten empfohlen. Die Verwaltung könnte bei der Ansprache von Fördermitgliedern aktiv unterstützen.
Anlagen
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708,7 kB
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595,7 kB
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