Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 19-10359

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:


„Die Vertreter der Stadt Braunschweig in der Gesellschafterversammlung der Braunschweig Stadtmarketing GmbH werden angewiesen, den Jahresabschluss 2018 mit einem Jahresfehlbetrag von 1.544.824,60 € festzustellen und die Abdeckung des Jahresfehlbetrages durch Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von 1.544.824,60 € zu beschließen.“

 

 


 

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Die Stadt Braunschweig ist alleinige Gesellschafterin der Braunschweig Stadtmarketing GmbH (BSM). Die gemäß § 14 Abs. 1 lit. f des Gesellschaftsvertrages der BSM vorgesehene Feststellung des Jahresabschlusses obliegt der Gesellschafterversammlung.

 

Um eine Stimmbindung der städtischen Vertreter in der Gesellschafterversammlung der BSM herbeizuführen, ist ein Anweisungsbeschluss erforderlich, für den gem. § 6 Ziffer 1 lit. a der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig in der aktuellen Fassung der Finanz- und Personalausschuss (FPA) zuständig ist.

 

Der Aufsichtsrat wird sich am 14. März 2019 mit dem Jahresabschluss befassen. Über das Ergebnis wird mündlich berichtet.

 

Im Jahresabschluss 2018 werden Gesamterträge (Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge und Zinserträge) in Höhe von 2.989.593,94 € und Aufwendungen in Höhe von 4.534.418,54 € ausgewiesen, so dass für das Geschäftsjahr 2018 ein Fehlbetrag von 1.544.824,60 € entstanden ist. Die Entwicklung der Aufwands- und Ertragspositionen im Vergleich zum Vorjahr und zum Plan ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht:

 


 

 

Angaben in T€

Ist
2017

Plan
2018

Ist
2018

Plan
2019

1

Umsatzerlöse

3.068,3

2.957,3

2.902,5

 2.945,7

1a

% zum Vorjahr/Plan

 

-3,6 

-5,4/-1,9

+1,5

2

Sonstige betriebliche Erträge

160,9

0,0

87,1

 0,0

3

Materialaufwand

-2.176,4

-1.706,3

-1.887,3

 -1.789,1

4

Personalaufwand

-1.864,6

-2.159,6

-1.951,7

-2.254,6

5

Abschreibungen

-47,5

-43,8

-49,9

 -42,6

6

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-652,0

-632,5

-593,5

 -631,5

7

Betriebsergebnis (Summe 1-6)

-1.511,3

-1.584,9

-1.492,8

-1.772,1

8

Zins-/Finanzergebnis

0,0

0,0

0,0

0,0

9

Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag

0,0

0,0

0,0

0,0

10

Ergebnis nach Steuern (Summe 7-9)

-1.511,3

-1.584,9

-1.492,8

-1.772,1

11

sonstige Steuern

-0,3

0,0

-52,0

0,0

12

Jahresergebnis (Summe 10-11)

-1.511,6

-1.584,9

-1.544,8

-1.772,1

13

Entnahme aus der Kapitalrücklage

0,0

40,6

0,5

 64,8

14

Verbleibendes Jahresergebnis

-1.511,6

-1.544,3

-1.544,3

-1.707,3

Nachrichtlich: Einlagebetrag

1.511,6 T€

1.544,3 T€

1.544,3 T€

 1.707,3 T€

 

Die Umsatzerlöse in Höhe von 2.902,5 T€ liegen bedingt durch den Wegfall von umsatzstarken Projekten wie der Standortmarketingkampagne „best choice“, der Citymarketingkampagne und der „Fahrrad-Tage“ um 165,8 T€ unter dem Vorjahreswert.

 

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 87,1 T€ (- 73,8 T€ gegenüber Vorjahr) und haben sich überwiegend durch die Auflösung nicht benötigter Rückstellungen und
Erstattungen für Personalkosten nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz ergeben.

 

Die Steigerung des Personalaufwandes auf 1.951,7 T€ (+ 87,1 T€) ist durch Tarifsteigerungen und die Nachbesetzung einer bisher bei der Stadt angesiedelten Stelle, die in der Vergangenheit über die Personalgestellung abgerechnet wurde, begründet.

 

Der niedrigere Materialaufwand von 1.887,3 T€ (- 289,1 T€) resultiert aus der geringeren Personalgestellung und dem Wegfall von Veranstaltungen. Die Abschreibungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegen sich etwa auf Vorjahresniveau.

 

Betriebsergebnis:

 

Der Jahresfehlbetrag ist mit 1.544.824,60 € um 40,1 T€ niedriger als im Rahmen der Planung prognostiziert. Zum Ausgleich des Jahresfehlbetrages stehen die Festbetragseinlage in Höhe von 1.369.900 € und die variable Einlage in Höhe von 174.400 €, also insgesamt 1.544.300 € zur Verfügung. Die Differenz von 524,60 € wird durch eine Entnahme aus der Kapitalrücklage ausgeglichen.

 

Der Jahresabschluss der Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH (HdW), an der die BSM mit 25,2 % beteiligt ist, weist einen Fehlbetrag von 162.359,25 € aus. Dieser wird durch die Kapitalrücklage gedeckt, in die die BSM (150,0 T€) und andere Gesellschafter einzahlen.

 

Beide Jahresabschlüsse wurden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Friedrichs & Partner geprüft und ohne Beanstandungen testiert.

 

Die Jahresabschlüsse mit Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen sowie die Lageberichte für das Geschäftsjahr 2018 der Braunschweig Stadtmarketing GmbH und der Haus
der Wissenschaft Braunschweig GmbH sind als Anlagen beigefügt.

 

 

 

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Anlagen

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