Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Antrag (öffentlich) - 21-17527

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

„Die Verwaltung möge den Bedarf an U3 Betreuungsplatzen in Waggum und

Bevenrode neu ermitteln. Die Verwaltung berücksichtigt dabei auch Wohngebiete im

Generationswechsel und führt die Ergebnisse dieser Analyse gesondert auf. Bezüglich der Distanz und der Fahrzeiten zu den Betreuungseinrichtungen wird nicht der bisherige Masstab, sondern die Durchschnittswerte der Stadt Braunschweig herangezogen.“

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Das derzeitige Ermittlungsprinzip der Versorgungsquoten und des Betreuungsbedarfs in Braunschweig (Versorgungsquote nach Stadtbezirken) spiegelt aus unserer Sicht den tatsächlichen Bedarf einer städtischen Versorgungslage nicht ausreichend wieder. Zwei wesentliche Aspekte eines nachhaltigen Ermittlungsprinzips bleiben unberücksichtigt:

Sowohl der ökologische Aspekt als auch der Fachkräftemangel durch einen hohen Anteil an Teilzeitbeschäftigungen gerade in den Berufsfeldern die momentan von einem Fachkräftemangel stark betroffen sind, werden nicht ausreichend berücksichtigt. Aus unserer Sicht ist eine dezentrale und wohnortnahe Betreuung gerade im U3 Bereich der Schlüssel um unnötige Emissionen durch längere Fahrten zu den Betreuungseinrichtungen zu minimieren. Des Weiteren sind Betreuungszeiten von 7 bis 8 Stunden verbunden mit Fahrzeiten von bis zu 30 Minuten pro Strecke nicht vereinbar mit einer Vollzeitbeschäftigung. Viele Eltern sind gezwungen Ihre Vollzeitbeschäftigung aufzugeben. Die von der Stadt herangezogene Bedarfsbeurteilung basiert auf den Richtlinie des Landes, die gleichermaßen für ländliche Regionen wie für Großstädte gelten. Insbesondere vor dem Hintergrund der oben genannten Herausforderungen für Umwelt und berufstätige Familien haben Großstädte wie Braunschweig hier eine besondere Verantwortung, wie es auch der Oberbürgermeister im Wahlkampf betonte. Der Vergleich mit nahezu allen anderen Stadtbezirken zeigt, dass Waggum und Bevenrode in Braunschweig mit am schlechtesten versorgt sind. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass neben einigen Neubaugebieten auch diverse Wohngebiete aus den 1960er und 1970er Jahren derzeit einen Generationswechsel hin zu jungen Familien erleben. Die Versorgung bezüglich der Erreichbarkeit der Betreuungseinrichtungen U3 ist bereits jetzt ungenügend, die Quantität wird es in absehbarer Zeit sein.

 

Gez.     Gez.     gez.

Thorsten Wendt   Oliver Büttner    Tobias Zimmer
Vorsitzender CDU-Fraktion  Vorsitzender BIBS-Fraktion  FDP

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