Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 24-23122

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Sachverhalt

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Im Dezember 2021 wurde der Abschlussbericht „Branchenübergreifende Logistik- und Mobilitätstudie für die Braunschweiger Innenstadt", ein Projekt im Auftrag der Braunschweig Zukunft GmbH (BSZ), veröffentlicht (vgl. DS 21-17473).

 

Mit der vorliegenden Mitteilung informiert die Verwaltung über den aktuellen Sachstand.

 

Hintergrund

Getrieben durch den schnell wachsenden Onlinehandel ist zu erwarten, dass die Anzahl der Kurier-, Express- und Paketsendungen zukünftig ansteigen wird. Ein Wachstum des Sendungsvolumens wird sich besonders in der Innenstadt Braunschweigs (PLZ 38100) bemerkbar machen. Um die Versorgung von Gewerbetreibenden, sowie Bewohnerinnen und Bewohnern der Innenstadt Braunschweig stadtverträglich gestalten zu können, werden in der Logistikstudie Handlungsansätze und Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Letzen-Meile-Logistik aufgezeigt.

 

Ziel ist es, neben der Sicherstellung einer leistungsfähigen und nachhaltigen Versorgung, auch die Aufenthaltsqualität der Innenstadt durch eine stadtgerechte Abwicklung und Organisation des Lieferverkehrs zu erhöhen. Um die genannten Ziele zu erreichen, sollen schrittweise, nach detaillierter Einzelfallprüfung und abschließender Bewertung, verschiedene Konzepte und einzelne Maßnahmen der Logistik- und Mobilitätsstudie umgesetzt werden.

 

Logistik- und Mobilitätsstudie Zwischenbericht

Nach Abschluss des Stellenbesetzungsverfahrens (Sep. 2023) erfolgte zunächst die Einarbeitung in das Themengebiet. So erfolgte unter anderem:

 

  • der Dialog mit anderen Kommunen zum Thema nachhaltige Stadtlogistik,

 

  • die Schaffung von Wissensgrundlagen nachhaltiger Logistiklösungen,

 

  • die Kontaktaufnahme und Informationsaustausch mit BSZ,

 

  • das Bekanntmachen in Logistikkreisen zwecks Netzwerkaufbau,

 

  • erste Gespräche zur einheitlichen Gestaltung von „Lieferzonen“ und

 

  • der Austausch mit einem externen Anbieter von Paketstationen.

 

Um die Innenstadtlogistik Braunschweigs weiterzuentwickeln, wurden in der Logistikstudie unmittelbare, mittelfristige und langfristige anzugehende Maßnahmenempfehlungen aufgezeigt.

 

Abb.1 Struktur und Inhalte des Handlungskonzeptes City Logistik für die Braunschweiger Innenstadt (KE-Consult)

 

Bereits erfolgt ist die Ausweitung der Förderung von Lastenfahrrädern (DS 23-20867-01). Eine weitere unmittelbare anzugehende Maßnahme ist die Organisation einer kontinuierlichen Dialogplattform „nachhaltige Entwicklung von Handel und Logistik“. In Zusammenarbeit mit BSZ wird ein Konzept zur Initialisierung einer Dialogplattform erstellt.

 

Über diese Plattform sollen alle relevanten Stakeholder zusammentreffen, um im Rahmen eines Dialog- und Beteiligungsprozesses in Planung und Umsetzung verschiedener City Logistikmaßnahmen mit eingebunden zu werden. Der Beteiligung von Stakeholdern in den Umsetzungsprozessen wird eine hohe Bedeutung zugewiesen. Die Umsetzbarkeit der einzelnen Konzepte zur Optimierung der Logistik sind maßgeblich von der Akzeptanz und der Beteiligung der Stakeholder abhängig. Gemeinsam sollen konkrete Logistiklösungenr die letzte Meile konzipiert und anschließend in Form von Pilotprojekten umgesetzt werden.

 

Das erste Thema, welches in der Dialogplattform betrachtet werden soll, ist das Thema Paketstation. Paketstationen werden in der Studie als eine Maßnahme für die Gestaltung einer verbesserten Letzte-Meile-Logistik in Braunschweig genannt. Diese Maßnahme bringt unter anderem folgend Vorteile, zur nachhaltigeren und umweltverträglicheren Abwicklung

der Letzte-Meile-Verkehre, mit sich:

 

  • Paketstationen stehen rund um die Uhr zur Verfügung.

 

  • ndelungseffekte von Paketsendungen an einem Ort

 

  • Vermeidung von erfolglosen Zustellversuchen

 

  • Effizienterer Ablauf von Logistikverkehren

 

  • Reduktion der Schadstoffemission durch Vermeidung von Wegen

 

  • Effektivere Flächennutzungen

 

Bevor Paketstationen errichtet werden, wird ein verwaltungsinternes Prüfverfahren zur Standortfindung und - freigabe entwickelt. An diesem Prozess sollen auch die Logistikunternehmen beteiligt werden.

 

Ausblick:

Die Verwaltung schafft die konzeptionellen, infrastrukturellen und kommunikativen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige City Logistik. Zur Förderung der Akzeptanz dieser Rahmenbedingungen seitens der Logistikunternehmen werden diese kontinuierlich in den Planungsprozess eingebunden. Daher wird durch die Etablierung der kontinuierlichen Dialogplattform ein vertiefender Kontakt und ein offener Austausch mit allen relevanten Stakeholdern forciert.

 

Die Dialogplattform soll auch in Zukunft zu der Schaffung notwendiger Strukturen und zu der Umsetzung weiterer unmittelbar anzugehender Maßnahmen aus der Logistikstudie nach Abbildung 1 beitragen.

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